Hintergrund grau
  • WWK Versicherungen

    Lexikon

    Durchblick durch die Versicherungssprache. Das Lexikon erläutert wichtige Fachbegriffe.

Lexikon

A

  • Ablaufleistung

    Die Ablaufleistung ist der mögliche Betrag, der bei Vertragsende (Erlebensfall) ausgezahlt wird. Sie setzt sich aus dem garantierten Todes- bzw. Erlebensfallkapital plus den Gewinnanteilen zusammen. Die Gewinnanteile sind nicht garantiert.

    Ablaufleistung
  • Ablaufmanagement

    Im Rahmen des Ablaufmanagements wird das vorhandene Fondsguthaben in risikoärmere Fonds umgeschichtet. Dadurch sollen die Risiken einer Wertminderung auf Grund von Fondspreisrückgängen und Währungsschwankungen in den letzten Jahren reduziert werden. Die Option Ablaufmanagement kann auch nachträglich vereinbart werden. Sämtliche Verwaltungsvorgänge innerhalb des Ablaufmanagements sind für Sie kostenfrei.

    Ablaufmanagement
  • Abschlusskosten

    Die Abschlusskosten zählen zum Kostenanteil in Ihrem Versicherungsbeitrag. Sie umfassen neben der an den Vermittler zu zahlenden Abschlussprovision unter anderem auch die sonstigen Aufwendungen für den Außendienst sowie die Aufwendungen für Werbung, Antragsbearbeitung und Risikoprüfung.

    Abschlusskosten
  • Amtshaftpflichtversicherung

    Eingeschlossen sind Ersatzansprüche des Dienstherrn aus öffentlich-rechtlicher Natur, die nicht unter den Versicherungsschutz des § 1 AHB fallen. Die Amtshaftpflichtversicherung ist eine spezielle Berufshaftpflichtversicherung für die Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben, die Beamte wahrnehmen. Versichert sind hier die Schäden von öffentlichem Eigentum durch den Amtsinhaber. Die Mitversicherung des Verlustes von beruflich übergebenen Schlüsseln ist optional möglich. Vermögensschäden sind nicht mitversichert.

    Amtshaftpflichtversicherung
  • Ansparzeit

    So nennt man in der privaten Rentenversicherung die Zeit ab Vertragsbeginn bis Rentenbeginn.

    Ansparzeit
  • Anzeigepflicht

    Dieser Begriff aus dem Versicherungsvertragsrecht sieht mehrere Anzeigepflichten des Versicherungsnehmers vor:

    • Vorvertragliche Anzeigepflicht
    • Anzeigepflicht bei Gefahrerhöhung
    • Schadenanzeigepflicht
    • Veräußerungsanzeigepflicht

    Anzeigepflicht
  • Arbeitgeberfinanzierung

    Der Arbeitgeber möchte seine Arbeitnehmer für gute Leistungen entlohnen. Als Alternative zur Gehaltserhöhung bietet sich eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung an, die im Gegensatz zur Gehaltserhöhung zusätzliche Lohnnebenkosten spart. Der Arbeitnehmer profitiert somit von einer beitragsfreien Altersversorgung und der Arbeitgeber hat im Vergleich zu einem erhöhten Bruttoentgelt weniger Lohnnebenkosten.

    Arbeitgeberfinanzierung
  • Arglistige Täuschung

    Arglistige Täuschung liegt vor, wenn ein Vertragspartner vorsätzlich falsche Angaben macht, um durch seine Täuschung die Willensentscheidung des anderen Vertragspartners zu seinen Gunsten zu beeinflussen. Willenserklärungen, die durch arglistige Täuschung bewirkt worden sind, können angefochten werden mit der Wirkung, dass der Vertrag von Anfang an nichtig ist. Somit kann eine Versicherungsgesellschaft ihre Annahmeerklärung wegen arglistiger Täuschung anfechten, wenn der Versicherungsnehmer und ggf. ein Dritter vorsätzlich falsche Angaben gemacht hat. Im Gegensatz dazu kann der Versicherungsnehmer den Versicherungsvertrag anfechten, wenn er von dem Vermittler getäuscht wurde. Achtung: Nicht jede unwahre Erklärung ist auch eine arglistige Täuschung!

    Arglistige Täuschung
  • Arztanordnungsklausel

    Die Arztanordnungsklausel verpflichtet den Bezieher von Leistungen wegen Berufsunfähigkeit zum Befolgen zumutbarer Anordungen des untersuchenden oder behandelnden Arztes.

    Arztanordnungsklausel
  • Auskunftspflicht

    Der Versicherungsnehmer ist im Zusammenhang mit einem Versicherungsvertrag dem Versicherer gegenüber gesetzlich dazu verpflichtet Auskunft zu geben. Im Schadenfall bzw. nach Eintritt des Versicherungsfalles muss der Versicherungsnehmer der Versicherungsgesellschaft in dem Maße Auskunft geben, die diese zur Feststellung der Leistungspflicht für notwendig hält. Neben der Pflicht zur Erteilung aller Auskünfte im Schadenfall, gehört auch die Pflicht des Versicherungsnehmers einen Schadenfall unverzüglich zu melden.

    Auskunftspflicht
  • Auslandsschäden

    Auslandsschäden sind Schäden, die außerhalb der Bundesrepublik Deutschland während eines vorübergehenden Auslandaufenthaltes verursacht werden. In der Privathaftpflichtversicherung ist der vorübergehende Auslandsaufenthalt je nach Anbieter europa- bzw. weltweit mit entsprechender Dauer mitversichert. In der Betriebshaftpflichtversicherung sind in der Regel Auslandsschäden eingeschlossen, die der Versicherte auf Geschäftsreisen, Messen oder Kongressen verursacht.

    Auslandsschäden

B

  • Basisrente

    Die Basisrente, auch Rürup-Rente genannt, ist eine staatlich geförderte Form der Altersvorsorge. Damit setzen Sie Ihre Aufwendungen für die Basisrente als Sonderausgaben in der Steuererklärung ab. Insbesondere für Selbstständige lohnt sich der Abschluss einer Basisrente, da es die einzige Möglichkeit ist, steuerbegünstigt fürs Alter vorzusorgen.

    Basisrente
  • Bauherrenhaftpflichtversicherung

    Die Bauherren-Haftpflichtversicherung schützt gegen die Folgen der gesetzlichen Haftpflicht als Besitzer des Baugrundstücks und des zu errichtenden Gebäudes vom Vertragsbeginn bis zur Bezugsfertigkeit des Hauses. Beispiele dafür können sein, dass

    • sich ein Passant nachts an auf dem Gehweg gelagerten Baumaterial verletzt, weil die Beleuchtung nicht ausreichend ist,
    • ein spielendes Kind in einen nicht ordnungsgemäß abgedeckten Kanalschacht stürzt,
    • ein Spaziergänger durch vom Gerüst fallendes Baumaterial getroffen wird,
    • ein Besucher bei der Besichtigung des Rohbaus vom ungesicherten Balkon stürzt.

    Bauherrenhaftpflichtversicherung
  • Mittlerer Baupreisindex

    Der Baupreisindex für Wohngebäude wird vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht. Der Baupreisindex spiegelt die Baupreisentwicklung seit dem Jahr 1914 wieder. Die Berechnung nach dem Baupreisindex ist eines der der Verfahren zur Ermittlung der Versicherungssumme 1914 nach VGB 2000 zur Vermeidung von Unterversicherung im Rahmen der gleitenden Neuwertversicherung. Gibt der VN im Antrag den Neuwert des Gebäudes in Preisen eines anderen Jahres zutreffend an, so rechnet der Versicherer diesen Betrag auf seine Verantwortung mit dem entsprechenden Baupreisindex aus der Tabelle Mittlerer Baupreisindex¿ auf das Basisjahr 1914 zurück.

    Der Versicherungsnehmer ist nur für die Richtigkeit des angegebenen Neubauwertes verantwortlich. Für die Umrechnung übernimmt der Versicherer die Verantwortung. Stellt sich im Schadenfall heraus, dass der VN den Neuwert fahrlässig zu niedrig angegeben hat, weil er Preisnachlässe oder Baunebenkosten nicht ausreichend berücksichtigte, dann wird der Versicherer auf den Abzug wegen Unterversicherung nicht verzichten.

    Baupreisindix
  • Beginn der Versicherung

    Bei dem Beginn der Versicherung unterscheidet man:

    • Formeller Beginn: Zeitpunkt des Vertragsabschlusses, d. h. der Zeitpunkt zu dem die Antragsannahmeerklärung bzw. der Versicherungsschein dem Versicherungsnehmer zugeht und damit der Vertrag durch Aushändigung der Police zustandegekommen ist.
    • Materieller Beginn: Zeitpunkt, ab dem das Versicherungsunternehmen die Gefahr trägt. Dieser beginnt grundsätzlich durch Zahlung der Erstprämie. Kommt es beim Versicherer zu einer Verzögerung, sodass die Erstprämie erst nach dem vereinbarten Beginn angefordert wird, geht das zu Lasten des Versicherers, sofern der Versicherungsnehmer die Anforderung unverzüglich erfüllt.
    • Technischer Beginn: Zeitpunkt, von welchem an der Beitrag berechnet wird, d. h. der Beginn der im Versicherungsschein genannt ist.

    Beginn
  • Beitragsanpassung

    Bedeutet die Anpassung der tariflich bestimmten Beitragssätze an eine sich veränderte Aufwandssituation während der Laufzeit des Vertrages. Jährlich wird aufgrund der dem jeweiligen Versicherungsvertrag zugrunde liegende Anpassungsklausel, die für die einzelnen Versicherungszweige an durchaus unterschiedliche Indizes anknüpft (z. B. Schadenshäufigkeit), geprüft, ob eine Beitragserhöhung statt zu finden hat. Gemäß § 31 VVG (Kündigung bei Prämienerhöhung) hat der Versicherungsnehmer bei jeder Erhöhung des Beitrags, ohne dass sich der Umfang des Versicherungsschutzes ändert, ein außerordentliches Kündigungsrecht. Er kann innerhalb eines Monats nach Eingang der Mitteilung der Beitragserhöhung mit sofortiger Wirkung kündigen, frühestens aber zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens der Erhöhung. Je nach vertraglicher Regelung kann aufgrund der Anpassungsklausel auch eine Beitragsermäßigung erfolgen.

    Beitragsanpassung
  • Beitragsdepot

    Das Beitragsdepot ist ein aus Prämienvorauszahlung des Versicherungsnehmers entstandenes Guthaben, aus dem jeweils bei Fälligkeit die laufende Prämie entnommen wird.

    Beitragsdepot
  • Beitragsfreie Weiterversicherung im Todesfall bei Versicherungen mit festem Auszahlungszeitpunkt

    Im Todesfall der versicherten Person müssen keine weiteren Beiträge bis zum Ende der Laufzeit entrichtet werden. Ausgezahlt werden dann an den Begünstigten zum Ende der Laufzeit die Versicherungssumme und die Überschüsse; z. B. Ausbildungsversicherung.

    Beitragsfreie Weiterversicherung
  • Beitragssumme

    Ist die Summe aller zu leistenden Beiträge (ohne eventuelle Beitragsteile für Zusatzversicherungen) über die Beitragszahlungsdauer des Vertrages.

    Beitragssumme
  • Bergungskosten

    Begriff aus dem Bereich der Unfallversicherung. In der privaten Unfallversicherung ist die Übernahme von Bergungskosten üblicherweise beitragsfrei bis zur einer bestimmten Summe mitversichert. Kosten für Suchaktionen und Rettung von Unfallverletzten und deren Transport ins nächste Krankenhaus oder die zusätzlichen Kosten des Heimtransportes, sowie die Überführung von Unfalltoten in den Heimatort, werden von der Versicherung übernommen.

    Bergungskosten
  • Berufsunfähigkeit

    Berufsunfähig bedeutet, dass Sie infolge von Krankheit, Körperverletzung, Kräfteverfall oder Pflegebedürftigkeit auf absehbare Zeit nicht imstande sind, Ihren Beruf auszuüben.

    Berufsunfähigkeit
  • Betriebliche Altersversorgung

    Die betriebliche Altersvorsorge zählt zur sogenannten zweiten Säule der Altersvorsorge (die erste Säule ist die gesetzliche und die dritte die private Vorsorge). In der betrieblichen Altersvorsorge gibt der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer eine Versorgungszusage. Jeder Arbeitnehmer hat einen Anspruch auf die Einrichtung einer betrieblichen Altersvorsorge, sofern er bereit ist, Teile seines künftigen Arbeitseinkommens in Beiträge umzuwandeln. Der Arbeitgeber kann die Vorsorge mitfinanzieren. Sowohl Arbeitnehmer als auch Arbeitgeber können bei einer betrieblichen Altersvorsorge von staatlicher Förderung vor allem in Form von Steuervorteilen profitieren.

    Betriebliche Altersversorgung
  • Betriebliche Altersversorgung

    Werden einem Arbeitnehmer Leistungen der Alters-, Invaliditäts- oder Hinterbliebenenversorgung aus Anlass seines Arbeitsverhältnisses vom Arbeitgeber zugesagt, handelt es sich immer um betriebliche Altersversorgung. Die betriebliche Altersversorgung kann im Rahmen von fünf Durchführungswegen eingerichtet werden und wird u. a. durch das Steuer-, Arbeits- und Sozialversicherungsrecht geregelt.

    Betriebliche Altersversorgung
  • Betriebshaftpflichtversicherung

    Die Betriebshaftpflichtversicherung ist eine der wichtigsten betrieblichen Versicherungen. Die Betriebshaftpflichtversicherung versichert Sach- oder Personenschäden, die bei Ausübung des Berufes oder durch Ausübung des geschäftlichen Betriebes entstehen.

    Somit ist der Versicherungsnehmer gegen Ansprüche Dritter (natürliche und juristische Personen oder Unternehmen) versichert. Der Versicherungsschutz besteht auch für die gesetzlichen Vertreter des Versicherten, Aufsichtspersonen für dessen Betrieb und Mitarbeiter, die dienstliche Tätigkeiten für das Unternehmen verrichten. Je nach Versicherer können verschiedene Risiken versichert werden. Vermögensschäden müssen gesondert versichert werden.

    Betriebshaftpflichtversicherung
  • Bezugsrecht

    Hier fehlt noch Text

    Bezugsrecht
  • Blitzschlag

    Im Sinne der Versicherungsbedingungen definiert sich ein Blitzschlag als unmittelbarer Übergang eines Blitzes auf Sachen (ursächlicher Zusammenhang zwischen dem Einschlag und der versicherten Sache). Schäden durch Blitzschlag sind im Rahmen der Hausrat- bzw. Wohngebäudeversicherung versichert.

    Nicht versichert sind Kurzschluss- und Überspannungsschäden, die an elektrischen Einrichtungen entstanden sind, wenn ein Blitz nicht unmittelbar auf Gebäude, in denen sich versicherte Sachen befinden oder auf Antennenanlagen auf dem Versicherungsgrundstück aufgetroffen ist. Durch Vereinbarung der Klausel 7111 (VHB 2000) können Überspannungsschäden durch Blitz, der nicht unmittelbar auf Gebäude, in denen sich versicherte Sachen befinden oder auf Antennenanlagen auf dem Versicherungsgrundstück aufgetroffen ist, eingeschlossen werden.

    Blitzschlag
  • Brand

    In der Brandversicherungen definiert sich Brand als ein Feuer, das ohne einen bestimmungsmäßigen Herd entstanden ist oder ihn verlassen hat und sich aus eigener Kraft auszubreiten vermag. Ein Feuer ohne bestimmungsgemäßen Herd liegt z. B. vor:

    • Der Motor der Waschmaschine läuft heiß und beginnt zu brennen.
    • Durch die Strahlungshitze eines elektrischen Heizlüfters wird eine Gardine in Brand gesetzt.
    • Ein Kurzschluss in der elektrischen Heizdecke verursacht ein Feuer.

    Durch bestimmungsgemäßen Herd entsteht ein Feuer z. B.:

    • Aus einem offenen Kamin spritzen glühende Holzstücke heraus und setzen Papier in Brand.
    • Durch die Stichflamme des Gartengrills brennt die Jacke des VN.
    • Der Braten in der Pfanne verbrennt, als die Flammen des Gasherdes hineinschlagen.

    Der Brandbegriff ist nicht erfüllt:

    • Der VN wirft versehentlich mit Altpapier ein wertvolles Bild in den Ofen. Das Feuer hat den Herd nicht verlassen.
    • Ein Kabel verschmort durch Kurzschluss. Es gab keine Flamme.

    Brand

D

  • Deckungssumme/ Deckungserweiterungssumme

    Der Haftpflichtversicherer leistet für Schäden, die sein Versicherungsnehmer verursacht, jeweils bis zu einer vereinbarten Deckungssumme. Ist der Schaden höher als die vereinbarte Deckungssumme, muss der Verursacher für den nicht gedeckten Teil selbst aufkommen. Deshalb empfiehlt sich eine möglichst hohe Deckungssumme zu vereinbaren.

    In der Kfz-Haftpflichtversicherung kann der Versicherungsnehmer in der Regel wählen zwischen

    • gesetzlicher Mindestdeckung
    • 100 Mio. EUR Deckung

    Die gesetzlichen Deckungssummen betragen z. Zt.

    • 7,5 Mio. EUR für Personenschäden
    • 1.120.000 Mio. EUR für Sachschäden
    • 50.000 EUR für reine Vermögensschäden

    Deckungssumme
  • Direktversicherung

    Die Direktversicherung ist der bekannteste Durchführungsweg der betrieblichen Altersversorgung. Mit der Direktversicherung besteht die Möglichkeit, das Recht des Arbeitnehmers auf Entgeltumwandlung zu erfüllen und somit steuer- und sozialversicherungsfrei für den Ruhestand vorzusorgen. Der Arbeitgeber kann auch verdiente Mitarbeiter mit einer arbeitgeberfinanzierten Direktversicherung für Betriebstreue und gute Leistungen belohnen.

    Direktversicherung
  • Direktzusage

    Bei der Direktzusage sagt der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern Versorgungsleistungen zu, ohne einen Versorgungsträger mit einzubeziehen. Die Direktzusage ist die ideale Möglichkeit, Mitarbeiter mit hohem Versorgungsbedarf ausreichend zu versorgen und gleichzeitig hohe Steuerstundungseffekte im Unternehmen zu erzielen. Eine Möglichkeit der Finanzierung ist der Abschluss einer Rückdeckungsversicherung, z. B. bei der WWK Lebensversicherung a. G. Die Firma leistet hierfür Beiträge und erhält aus der Rückdeckungsversicherung die versicherten Leistungen, um diese dann für die Finanzierung seines Versorgungsversprechens verwenden zu können.

    Direktzusage
  • Drittberechtigung

    Drittberechtigungen (nur zu Lebensversicherungen) sind:

    • Abtretung: Die Rechte und Ansprüche aus einem Versicherungsvertrag werden an einen Dritten zur Sicherheit hinterlegt, z. B. Sicherung eines Bankdarlehens.
    • Verpfändung: Ansprüche aus einem Versicherungsvertrag werden zur Sicherung einer Forderung beim Anspruchsberechtigten hinterlegt, z. B. Rückdeckungsversicherung.
    • Pfändung: zwangsweise Sicherstellung von Vermögenswerten eines Schuldners.

    Drittberechtigung
  • Durchführungswege

    Eine betriebliche Altersversorgung kann über 5 verschiedene Wege erfolgen, die als Durchführungswege bezeichnet werden.

    • Direktversicherung
    • Pensionskasse
    • Pensionsfonds
    • Unterstützungskasse
    • Direktzusage

    Durchführungswege
  • Dynamik

    Durch Dynamik vereinbaren Sie eine planmäßige Erhöhung der Beiträge. Die Beitragsanpassung bewirkt eine Erhöhung der garatierten Versicherungsleistungen ohne erneute Gesundheitsprüfung.

    Dynamik
  • Dynamik (Sachversicherung)

    Dynamik bedeutet die Anpassung der Versicherungssumme an die aktuelle Preisentwicklung. Die Versicherungssumme erhöht oder vermindert sich mit Beginn eines jeden Versicherungsjahres entsprechend dem Prozentsatz, um den sich der Preisindex für "Andere Verbrauchs- und Gebrauchsgüter" im vorhergehenden Kalenderjahr gem. dem statistischen Bundesamt verändert hat.

    Beim Abschluss einer Versicherung wird die Versicherungsumme so gewählt, dass sie den geltenden Verhältnissen entspricht. Im Laufe der Zeit ändern sich jedoch die Lebenshaltungskosten. Was vorher angemessen war ist zu einem späteren Zeitpunkt überholt und die ursprüngliche Versicherungsleistung ist dann in der Regel zu gering. Daher ist es ratsam, den abgeschlossenen Versicherungsvertrag dynamisch zu gestalten, um dies auszugleichen. Der Versicherungsnehmer hat innerhalb eines Monats nach dem Zugang der Anpassungsmitteilung eine Kündigungsmöglichkeit.

    Dynamik (Sachversicherung)

E

  • Eckrentner

    Eine fiktive Person, die 45 Jahre lang durchschnittlich verdient und in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt hat. Das Verhältnis ihrer Rente zum aktuellen Durchschnittseinkommen beziffert das Rentenniveau.

    Eckrentner
  • Einbruchdiebstahl

    Einbruchdiebstahl liegt vor, wenn der Täter gewaltsam in einen Raum eines Gebäudes einbricht oder einsteigt. Als Einbruchdiebstahl gilt auch:

    • Eindringen mit falschen Schlüsseln (Schlüssel ist falsch, wenn die Anfertigung für das Schloss nicht von einer dazu berechtigten Person veranlasst oder gebilligt worden ist) oder anderen Werkzeugen.
    • Gewaltanwendung eines Einbrechers, um sich die Beute nach Entdeckung in der Wohnung zu erhalten.
    • Aufbrechen von Behältnissen in einem Raum eines Gebäudes.
    • Einschleichen unter bestimmten Voraussetzungen.
    • Eindringen mit gestohlenen oder geraubten Originalschlüsseln (Schlüsselklausel für Behältnisse und Räume eines Gebäudes).

    Ein Gebäude wird definiert als ein unbewegliches, allseitig umschlossenes, auf oder unter der Erdoberfläche errichtetes Bauwerk, verbunden mit Grund und Boden, das den Eintritt von Menschen gestattet, Unbefugte abhalten kann und geeignet und bestimmt ist, dem Schutz von Menschen, Tieren und Sachen zu dienen.

    Als Raum eines Gebäudes gilt jeder abgegrenzte und allseitig umschlossene Teil eines Gebäudes.

    Einbrechen heißt unter Anwendung von Gewalt die Hindernisse beseitigen (muss nicht zerstören heißen !), die dem Eindringen in den Raum eines Gebäudes entgegenstellen.

    Einsteigen liegt vor, wenn der Dieb das Gebäude durch eine nicht dazu bestimmte Öffnung betritt und daher ein Hindernis überwindet, z. B. an der Fassade hochklettert und in ein Fenster einsteigt oder durch einen Kellerschacht ins Gebäude kriecht. Einsteigen heißt Zutritt auf außer-gewöhnliche Weise, also auf nicht zum Betreten bestimmten Weg. Einsteigen setzt keine Gewaltanwendung, dafür aber eine gewisse körperliche Anstrengung bzw. Veränderung der Körperhaltung voraus.

    Ein Schlüssel ist falsch, wenn die Anfertigung für das Schloss nicht von einer dazu berechtigten Person veranlasst oder gebilligt worden ist. Es kommt also auf die Veranlassung bzw. Billigung zum Zeitpunkt der Anfertigung an; ein richtiger Schlüssel wird niemals mehr zu einem falschen Schlüssel. Andere Werkzeuge sind z. B. Dietrich, Sperrhaken, Tastbesteck, Elektro-Pick, Schraubenzieher, Scheckkarte, Draht, Haarnadel, usw. Der Gebrauch eines falschen Schlüssels ist nicht schon dann bewiesen, wenn versicherte Sachen abhanden gekommen sind.

    Einbruchdiebstahl gehört zu den versicherten Gefahren in der Hausratversicherung. Einbruchdiebstahl ist gebäudegebunden, d. h. es muss ein Einbruch in die versicherten Räumlichkeiten erfolgen. Für einfachen Diebstahl (z. B.Trickdiebstahl) besteht kein Versicherungsschutz.

    Einbruchdiebstahl
  • Elementarschäden

    Elementarschäden sind Schäden, die durch Sturm, Hagel, Überschwemmung, Lawinen, Erdbeben, Erdsenkung, Erdrutsch, Schneedruck, usw. verursacht wurden. Zusätzlich zu den nach den Allgemeinen Bedingungen in der Hausrat- und Wohngebäudeversicherung können Elementarschäden an Gebäuden mitversichert werden. Den genauen Versicherungsschutz ersieht man aus den Besonderen Bedingungen der Versicherung.

    • Überschwemmung ist eine Überflutung des Grund und Bodens durch Ausuferung von oberirdischen stehenden oder fließenden Gewässern oder Witterungsniederschlägen.
    • Erbeben ist eine naturbedingte Erschütterung des Erdbodens, die durch geophysikalische Vorgänge im Erdinnern ausgelöst wird.
    • Unter Erdsenkung versteht man die naturbedingte Absenkung des Erdbodens über natürlichen Hohlräumen (nicht aufgrund von Bergbau).
    • Erdrutsch ist ein naturbedingtes Abgleiten oder Abstürzen von Gesteins- oder Erdmassen.
    • Schneedruck bezeichnet die Wirkung des Gewichts von Schnee- oder Eismassen.
    • Lawinen sind an Berghängen niedergehende Schnee- oder Eismassen.
    • Sturmflut und Rückstau bleiben vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

    Elementarschäden
  • Entgeltumwandlung

    Werden künftige Entgeltansprüche oder Teile davon in eine wertgleiche Anwartschaft auf Versorgungsleistungen umgewandelt, spricht man von Entgeltumwandlung.

    Eine Entgeltumwandlungsvereinbarung wird zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer getroffen, in der vereinbart wird, dass der Arbeitgeber (Teile des) Entgelt(s) nicht an den Arbeitnehmer, sondern direkt in eine betriebliche Altersversorgung fließen lässt. Jeder sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer (nicht Beschäftigte im Minijob) hat seit dem 01. Januar 2002 einen Rechtsanspruch auf eine Direktversicherung durch Entgeltumwandlung, sofern der Arbeitgeber keine anderen Möglichkeiten einer betrieblichen Altersversorgung anbietet.

    Entgeltumwandlung
  • Entschädigung

    In der Hausrat- und Wohngebäudeversicherung wird dem Versicherungsnehmer im Leistungsfall der entstandene Schaden ersetzt. Ersetzt werden:

    • der Versicherungswert bei zerstörten oder abhanden gekommenen Sachen
    • die notwendigen Reparaturkosten bei beschädigten Sachen
    • eventuell eine Wertminderung

    Restwerte werden angerechnet. Versicherungswert ist der Wiederbeschaffungs-preis von Sachen gleicher Art und Güte zum Neuwert. Der Versicherer leistet in der Hausratversicherung nur bis zur Höhe der vereinbarten Versicherungssumme (Entschädigungshöchstgrenze). In der Wohngebäudeversicherung wird im Rahmen der Bedingungen der Gleitenden Neuwertversicherung unbegrenzt geleistet (Voraussetzung: Unterversicherungsverzicht besteht dann, wenn VSSumme 1914 auf eine der folgenden Arten ermittelt wurde: Schätzung durch anerkannten Bausachverständigen, Angabe des richtigen Gebäudeneubauwerts und Umrechnung mit Baupreisindex durch den Versicherer oder dessen Vermittler, Versicherungsnehmer macht richtige Angaben über Größe, Ausbau und Ausstattung des Gebäudes - Umrechnung durch den Versicherer oder dessen Vermittler).

    Entschädigung
  • Ersatzwert

    In der Schadenversicherung ist der Ersatzwert der Wert einer versicherten Sache zum Zeitpunkt des Versicherungsfalles, d. h. der Zeitpunkt zu dem der Schaden eintritt. Die Höhe des Ersatzwertes ergibt sich aus den vertraglichen Vereinbarungen und ist in der Regel der Neuwert, der Wiederbeschaffungspreis, der Zeitwert oder der gemeine Wert. Dieser Ersatzwert bestimmt die Entschädigungsleistung des Versicherers.

    Ersatzwert
  • Ertragsausschüttung

    Die mit einem Fonds erzielten Erträge werden jährlich zu einem festen Termin von der Kapitalanlagegesellschaft an die Fondsanleger ausbezahlt (ausgeschüttet). Bei der Fondspolice bzw. Fondsrente werden diese Erträge von der WWK wieder in Anteile Ihres Fonds investiert.

    Ertragsausschüttung
  • Erwerbsunfähigkeit

    Erwerbsunfähig bedeutet, dass Sie infolge von Krankheit, körperlicher oder geistiger Gebrechen keinen Beruf mehr regelmäßig ausüben können.

    Erwerbsunfähigkeit
  • Explosion

    Explosion ist eine auf dem Ausdehnungsbestreben von Gasen oder Dämpfen beruhende, plötzlich verlaufende Kraftäußerung. Entscheidende Merkmale sind:

    • Plötzlichkeit
    • Druckwelle
    • Ausdehnungsbestreben
    • Knall
    • Gase oder Dämpfe

    Eine Explosion kann durch Entzündung explosiver Gase bzw. Dämpfe passieren oder durch Zerplatzen von Gefäßen, die unter zu hohem Druck (nicht aufgrund Flüssigkeitsdruck) stehen. Explosionen sind in der Hausrat- und Wohngebäudeversicherung mitversichert. Nicht versichert ist Verpuffung. Der Versicherungsschutz gilt bei Schäden durch Explosionen jeglicher Art, nicht aber bei Schäden, die durch Krieg, innere Unruhe, Erdbeben oder Kernenergie entstanden sind.

    Explosion
  • eVB (früher Doppelkarte bzw. Deckungskarte)

    Die Deckungskarte ist eine Versicherungsbestätigungskarte und wird für die Zulassung eines Fahrzeuges benötigt. Sie dient als Bestätigung über Bestehen einer Kfz-Haftpflichtversicherung.

    Seit dem 01. März 2008 erhält man die Deckungskarte nicht mehr in Papierform sondern lediglich auf elektronischem Weg (elektronische Versicherungsbestätigungskarte). Der Versicherungsnehmer hat ab dem Tag der Zulassung im Rahmen der vorläufigen Deckung Haftpflichtversicherungsschutz.

    eVB (früher Doppelkarte)

F

  • Fahrlässigkeit

    Fahrlässigkeit ist die Verletzung der erforderlichen Sorgfaltspflicht.

    • Eine nachlässige Handlungsweise z. B. Ein Hausbesitzer hat bei Glatteis nicht gestreut.
    • Eine unvorsichtige Handlungsweise z. B. Ein Radfahrer wechselt die Fahrbahn, ohne Richtungszeichen zu geben.
    • Eine unbedachte Handlungsweise z. B. Eine Mutter lässt ihr Kind unbeaufsichtig auf der Straße spielen.

    Man unterscheidet hierbei zwischen grober (besonders schwere Verletzung der Sorgfaltspflicht) und leichter Fahrlässigkeit. Ein durch grober Fahrlässigkeit oder durch vorsätzlicher Handlung verursachter Schaden entbindet den Versicherer von seiner Leistungspflicht. Einfache Fahrlässigkeit dagegen führt in der Regel nicht zum Verlust des Versicherungsschutzes. In der Haftpflichtversicherung ist die grobe Fahrlässigkeit mitversichert.

    Fahrlässigkeit
  • Fahrraddiebstahl

    Der Fahrraddiebstahl kann in der Hausratversicherung mit eingeschlossen werden.

    Fahrraddiebstahl
  • Feuerversicherung

    Ist eine Versicherung gegen Schäden durch Brand, Blitzschlag, Explosion und Absturz von Luftfahrzeugen. Im Versicherungsschutz nicht enthalten sind Schäden durch Krieg, innere Unruhen, Erdbeben und Kernenergie. Die Feuerversicherung gibt es als eigenständige Versicherung oder im Rahmen der Wohngebäude- oder Hausratversicherung.

    Feuerversicherung
  • Folgekosten

    Folgekosten sind zusätzliche finanzielle Belastungen, die in Zusammenhang mit einem entstandenen Schaden (Versicherungsfall) entstehen. Die wichtigsten Kosten wie Aufräumungs-, Abbruch-, Bewegungs- und Schutzkosten werden zusätzlich zu der eigentlichen Schadensentschädigung für Beschädigung, Zerstörung oder Verlust vom Versicherer mit übernommen.

    Folgekosten
  • Folgeschaden

    Folgeschaden = mittelbarer Schaden

    Ergibt sich als indirekte Folge aus einem bereits eingetretenen Versicherungsfall (Schaden) ein weiterer Schaden, dann bezeichnet man das als Folgeschaden. In der Regel muss der Schadensverursacher für den Folgeschaden aufkommen. Der Versicherungsschutz erstreckt sich meist auch auf Folgeschäden. Der Leistungsumfang ist aber in den einzelnen Versicherungssparten unterschiedlich.

    Folgeschaden
  • Forderungsausfalldeckung

    Versicherungsschutz im Rahmen der Forderungsausfalldeckung besteht, wenn Sie der Versicherungsnehmer als Geschädigter eigene Schadenersatzansprüche gegen den Schädiger nicht durchsetzen kann, weil dieser:

    • keine Privathaftpflichtversicherung besitzt
    • nicht über ein ausreichendes Privatvermögen verfügt

    Voraussetzung für den Versicherungsschutz ist, dass:

    • ein rechtskräftig vollstreckbares Urteil gegen den Schädiger vorliegt, und
    • der Versicherungsnehmer nachweist, dass eine Zwangsvollstreckung gegen den Schädiger erfolglos war.

    Mitversichert gilt auch die Eigenschaft des Schädigers als Tierhalter/-hüter.

    Forderungsausfalldeckung
  • Fremdeigentum

    In der Hausratversicherung ist auch fremdes Eigentum, sofern es sich hierbei dem Wesen nach um Hausrat im Sinne der Allgemeinen Versicherungsbedingungen handelt, am Versicherungsort mitversichert. Dabei kann es sich um Eigentum von Besuchern, Gästen, Freunden, Hausangestellten, usw. handeln.

    Fremdeigentum

G

  • Gebäudeversicherung

    Die Gebäudeversicherung ist eine Schadenversicherung, bei der man zwischen Wohngebäude- und Geschäftsgebäudeversicherung unterscheidet. Sie dient in erster Linie dem wirtschaftlichen Erhalt und der Sicherung des Eigentums. Die verbundene Wohngebäudeversicherung ist eine Verbindung aus verschiedenen Versicherungsarten in einem Vertrag und zu einheitlichen Bedingungen: Leitungswasser-, Feuer-, Sturm-, Hagel- und Glasversicherung. Daher wird diese Form als verbundene Versicherung bezeichnet.

    Gebäudeversicherung
  • Gefahrerhöhung

    Gefahrerhöhung besteht, wenn nach Abschluss einer Versicherung veränderte Umstände eintreten, die zu einer erhöhten Gefährdung der versicherten Risiken führen und somit den Eintritt eines Schadensfalls wahrscheinlicher oder den Schaden umfangreicher machen. Eine Gefahrerhöhung kann vorliegen, wenn sich im Versicherungsantrag gemachte Angaben ändern. Beispielsweise, wenn man den Beruf (in der Unfallversicherung) wechselt und dadurch in eine höhere Gefahrengruppe fällt oder das Aufstellen eines Baugerüsts an einem Gebäude. Gefahrerhöhungen sind dem Versicherer unverzüglich nach Kenntniserlangung schriftlich mitzuteilen. Das Versicherungsunternehmen hat das Recht, wenn sie mit der Gefahrerhöhung nicht einverstanden ist, den Vertrag fristlos (Verschulden des Versicherungsnehmers) bzw. mit Monatsfrist (kein Verschulden des Versicherungsnehmers) zu kündigen und ist bei vollzogener Kündigung durch den Versicherer von der Leistungspflicht befreit.

    Gefahrerhöhung
  • Gefährdungshaftung

    Die Gefährungshaftung liegt vor, wenn der Schaden durch Schaffung eines für die Allgemeinheit gefährlichen Tatbestandes verursacht wurde und der Verantwortliche dafür einzustehen hat, auch wenn ihm kein Verschulden zur Last gelegt werden kann. Die Gefährdungshaftung hat der Gesetzgeber als eine besondere Form der Haftung festgeschrieben. Hierbei haftet der Versicherungsnehmer bereits aus der Gefahr heraus. In bestimmten Gefahrenlagen spielt es keine Rolle, ob er an dem Schaden ein persönliches Verschulden hat oder nicht, er muss trotzdem Schadenersatz leisten. Das gilt beispielsweise für Heizöltankbesitzer, die sich gegen die damit verbundenen Gefahren mit einer Gewässerschadenhaftpflichtversicherung absichern können. Der Kraftfahrzeughalter haftet für Schäden durch den Betrieb seines Fahrzeugs. Und ein Tierhalter haftet für Schäden, die sein Tier anrichtet.

    Gefährdungshaftung
  • Generationenvertrag

    Beim Generationenvertrag handelt es sich um einen nicht schriftlich festgelegten Vertrag zwischen der beitragszahlenden und der leistungsempfangenden Generation. Die heutigen Beitragszahler haben sich somit verpflichtet, die Leistungen der heutigen Rentner mit ihrem Einkommen zu bezahlen.

    Generationenvertrag
  • Genesungsgeld

    Da in der Regel nach Abschluss der stationären Behandlung eine sofortige Wiederaufnahme der Arbeitstätigkeit nicht möglich ist, wurde die Leistungsart "Genesungsgeld" geschaffen. Genesungsgeld wird für die gleiche Anzahl von Kalendertagen gezahlt, für die Krankenhaustagegeld geleistet wird, längstens jedoch für 100 Tage, und zwar:

    • für den 1. bis 10. Tag 100 %
    • für den 11. bis 20. Tag 50 %
    • für den 21. bis 100. Tag 25 % des vereinbarten Genesungsgeldes.

    Der Anspruch auf Genesungsgeld entsteht mit der Entlassung aus dem Krankenhaus.

    Genesungsgeld
  • Gewässerschaden

    Nach § 22 WHG gilt: Wer in ein Gewässer Stoffe einbringt oder einleitet oder wer auf ein Gewässer derart einwirkt, dass die physikalische, chemische oder biologische Beschaffenheit des Wassers verändert wird, ist zum Ersatz des daraus einem anderen entstehenden Schadens verpflichtet. Für die Haftung von Gewässerschäden dient eine Gewässerschadenhaftpflichtversicherung. Diese Versicherung benötigen in erster Linie alle Besitzer eines Öltanks, um sich vor den Gefahren, die mit einem Öltank in Verbindung stehen, abzusichern. Auslaufendes Heizöl kann z. B. das Grundwasser verseuchen. Tankbesitzer haften auch ohne Verschulden in voller Höhe.

    Gewässerschaden
  • Glasversicherung

    Die Glasversicherung ist eine sinnvolle Ergänzung zur Hausratversicherung. Glasbruchschäden sind eine der am häufigsten eintretenden Schadensarten. Versichert sind alle Schäden durch Zerbrechen unabhängig von der Schadenursache. Versichert sind Gebäude- und Mobiliarverglasung der Wohnung oder des Einfamilienhauses.

    Zur Gebäudeverglasung zählen z. B. Glasscheiben von Fenstern, und Wintergärten, Abdeckungen von Sonnenkollektoren (nicht aus Kunststoff) oder Duschkabinen

    Zur Mobiliarverglasung gehören z. B. Vitrinen, Spiegel oder Glasplatten. Gegen Zuschlag kann der VN auch Glaskeramik-Kochflächen, Aquarien oder Terrarien einschließen

    Glasversicherung
  • Gliedertaxe

    Tabelle aus der Unfallversicherung zur Bemessung der Invaliditätsgrade. In dieser Tabelle gibt es feste Prozentsätze (feste Invaliditätsgrade) für den vollständigen Verlust oder vollständige Funktionsunfähigkeit bestimmter Gliedmaßen oder sonstiger Körperteile. Bei einem Teilverlust oder einer Funktionsbeeinträchtigung eines Körperteiles oder eines Sinnesorganes wird nur ein bestimmter Prozentsatz des Invaliditätsgrades angenommen. Sollten durch einen Unfall mehrere Körperteile betroffen sein, werden die Invaliditätsgrade soweit zusammengerechnet, dass 100 % nicht überschritten werden. Der Invaliditätsgrad bestimmt die Invaliditätsleistung (Kapitalleistung) im Falle eines Unfalles.

    Gliedertaxe
  • Grüne Versicherungskarte (= Internationale Versicherungskarte)

    Die Grüne Versicherungskarte wird auch als Internationale Versicherungskarte für den Kraftverkehr bezeichnet. Die Internationale Versicherungskarte dient im Ausland zum Nachweis einer Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung. Hierbei gilt für die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung die Deckungssumme (Versicherungsschutz), die in dem jeweiligen Land gesetzlich vorgeschrieben ist bzw. entspricht mindestens der Höhe, die vertraglich vereinbart wurde. Bei Reisen ins Ausland sollte die Grünen Karte immer mitgeführt werden, auch wenn sie in den meisten EU-Ländern nicht mehr mitgeführt werden muss. Diese ist kostenlos beim Kfz-Haftpflichtversicherer erhältlich.

    Grüne Versicherungskarte
  • Grünes Kennzeichen

    Amtliches Kennzeichen von Fahrzeugen, die von der Kfz-Steuer befreit sind (z. B. Fahrzeuge der Land- und Forstwirtschaft, bestimmte Anhänger, Arbeitsmaschinen, Fahrzeuge gemeinnütziger Organisationen wie das Rettungswesen, usw.). Es gibt aber auch bestimmte Fahrzeuge, die trotz Steuerfreiheit keine grünen Kennzeichen erhalten. Das gilt beispielsweise für Linienbusse, Kleinkrafträder, Behördenfahrzeuge, diplomatische Fahrzeuge, usw.

    Grünes Kennzeichen

H

  • Haftpflicht

    Der Gesetzgeber regelt im § 823 BGB sehr deutlich: Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet. Das bedeutet: Sie haften mit Ihrem gesamten Privatvermögen für Schäden, die Sie anderen in Ihrem privaten Alltag oder während Ihrer Freizeit schuldhaft zufügen.

    Grundsätzlich ist der Schadenersatz nicht begrenzt (Bedeutung der unbegrenzten Haftung). Daher ist der der Abschluss einer Haftpflichtversicherung absolut notwendig und in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung gesetzlich vorgeschrieben. Man unterscheidet je nach Funktion der versicherten Person u. a. zwischen Privat-, Betriebs-, Tierhalter-, Haus- und Grundbesitzer-, Kraftfahrt- und Gewässerschaden-Haftpflicht.

    Haftpflicht
  • Hausrat

    Zum Hausrat zählen alle Sachen, die einem Haushalt zur Einrichtung, zum Gebrauch oder Verbrauch dienen. Haustiere, die zu privaten Zwecken gehalten werden, sind darin mitversichert. Der Versicherungsschutz einer Hausratversicherung erstreckt sich über die Gefahren Brand, Blitzschlag, Explosion, Luftfahrzeugbsturz, Einbruch-Diebstahl, Raub, Vandalismus, Leitungswasserschaden, Sturm und Hagel.

    Beschädigte Sachen sind in der Hausrat-versicherung zum Neuwert versichert.

    Zu den versicherten Sachen gehören:

    • Einrichtung: z. B. Möbel, Teppiche, Gardinen
    • Sachen zum Gebrauch: z. B. Geschirr, Kleidung, Werkzeug, Haushaltsgeräte, Radio, TV, Video, Bücher
    • Sachen zum Verbrauch: z. B. Lebensmittel, Vorräte, Genussmittel, Putz- und Waschmittel
    • Wertsachen: z. B. Schmuck, Edelsteine, Kunstgegenstände, Bargeld, Wertpapiere, Antiquitäten

    Je nach Anbieter und Tarif bzw. Produktvariante können gegen Beitragszuschlag weitere Risiken eingeschlossen werden (z. B. Fahrraddiebstahl).

    Die Höhe der Versicherungssumme errechnet sich aus einer durschnittlichen Zahl Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Zuletzt ist mit dem Kunden abzusprechen, ob die errechnete Gesamtversicherungssumme für den Totalschadenfall ausreicht. Bei richtiger Berechnung und Angabe der Versicherungssumme wird die Klausel 7712 Unterversicherungsverzicht zugrundegelegt, d.h. der Kunde erhält vom Versicherer das Versprechen, im Teil- und Totalschadenfall die nötige Schadenssumme für die Neuanschaffung Hausrat zu bekommen.

    Ist die die Versicherungssumme niedriger als der Versicherungswert im Schadenfall, spricht man von einer Unterversicherung, d.h. der Kunde bekommt nur eine anteilige Entschädigung.

    Hausrat

I

  • Invalidität

    Invalidität ist eine dauernde Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit. In der privaten Unfallversicherung ist die Invaliditätsleistung das Kernstück der Versicherungsleistungen. Führt ein Unfall zu Invalidität, entsteht für den Versicherten i. d. Regel ein Anspruch auf Kapitalleistung. Bedingung für die Leistung ist, dass die unfallbedingte Invalidität innerhalb eines Jahres nach dem Unfallereignis eingetreten sein muss. Die Höhe der Invaliditätsleistung richtet nach der für den Invaliditätsfall im Versicherungsvertrag vereinbarten Versicherungssumme (Unfallversicherungssumme) und nach dem Grad der Invalidität. Der Invaliditätsgrad wird mit Hilfe der sogenannten Gliedertaxe bestimmt. Der Invaliditätsgrad kann nicht mehr als 100 % sein.

    Invalidität
  • Invaliditätssumme

    Führt der Unfall zu einer dauerhaften Beeinträchtigung der körperlichen oder geistigen Leistungsfähigkeit (Invalidität) des Versicherten, so entsteht Anspruch auf Kapitalleistung aus der für den Invaliditätsfall versicherten Summe. Diese Invaliditätsgrundsumme kann durch die Vereinbarung einer Progression bei höherer Invalidität angehoben werden. Die Invaliditätsleistung ist die Basisleistung und muss im Versicherungsumfang immer enthalten sein.

    Invaliditätssumme

K

  • Kapitalabfindung

    Da die zukünftige Entwicklung des Fonds nicht vorhersehbar ist, können wir Ihnen hier nur beispielhaft die Kapitalabfindung zum Rentenbeginn unter Annahme einer gleichbleibenden jährlichen Wertsteigerung des Fonds von 0 %, 3 %, 6 % oder 9 % angeben. Der tatsächliche Verlauf kann hiervon abweichen.

    Kapitalabfindung
  • Kapitallebensversicherung

    Die Kapitallebensversicherung verbindet als Kapital bildende Versicherung auf den Todes- und den Erlebensfall zwei Leistungen miteinander: Schutz für die Hinterbliebenen im Todesfall und im Erlebensfall einen Sparplan, dessen Ertrag am Ende der Vertragslaufzeit ausgezahlt wird.

    Kapitallebensversicherung
  • Karenzzeit

    Die Karenzzeit ist der Zeitraum zwischen Eintritt des Versicherungsfalles und dem vertraglich vereinbarten Einsetzen der Leistungspflicht für diesen Versicherungsfall.

    Karenzzeit
  • Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung

    Es besteht eine gesetzliche Versicherungspflicht für Kraftfahrzeuge. Jeder Kfz-Halter ist demnach gesetzlich verpflichtet, eine Kfz-Haftpflichtversicherung abzuschließen. Ein Verstoß gegen diese Versicherungspflicht ist strafbar! Für die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung ist eine Mindestversicherungssumme vorgeschrieben. Die Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung leistet im Versicherungsfall Schadenersatz für Personen-, Sach- und Vermögensschäden bis zur vereinbarten Versicherungssumme. Der Versicherer prüft vorher die Verpflichtung zur Haftung. Ist diese nicht gegeben, trägt die Haftpflichtversicherung auch die Kosten zur Abwehr unbegründeter Schadenersatzansprüche (passiver Rechtsschutz). Aber Kosten eines Strafverfahrens oder einer Nebenklage werden nicht erstattet.

    Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung
  • Krankenhaus-Tagegeld

    Das Krankenhaus-Tagegeld wird für jeden Kalendertag gezahlt, an dem sich der Versicherte wegen eines Unfalles in medizinisch notwendiger vollstationärer Heilbehandlung befindet, längstens jedoch für 3 Jahre vom Unfalltag an gerechnet. Es entfällt bei einem Aufenthalt in Sanatorien, Erholungsheimen und Kuranstalten.

    Krankenhaus-Tagegeld
  • Kulanz

    Kulanz bedeutet eine entgegenkommende Behandlung des Versicherers gegenüber dem Versicherungsnehmer. Bei einer Kulanzleistung reguliert der Versicherer einen Schaden ganz oder teilweise, wenn Grund und/oder Höhe der Ersatzpflicht strittig sind. Dies geschieht oft aus kaufmännischer Erwägung heraus.

    Kulanz
  • Kurzzeitkennzeichen (ehem. rotes Kennzeichen)

    Ein Kurzzeitkennzeichen dient für Probe- oder Überführungsfahrten und wird vom zuständigen Straßenverkehrsamt für fünf Tage ausgegeben. Die Gültigkeitsdauer wird auf dem Kennzeichen vermerkt. Im Gegensatz zu dem ehemals "Roten Kennzeiche" muss das Kurzzeitkennzeichen nicht ans Straßenverkehrsamt zurückgegeben sondern kann vernichtet werden. Folgende Unterlagen sind für die Zuteilung des Kurzzeitkennzeichens notwendig:

    • eVB mit dem Vermerk Kurzzeitkennzeichen
    • Personalausweis
    • Fahrzeugbrief sofern dieser schon vorliegt
    • Vollmacht, falls ein Dritter das Kennzeichen abholt

    Die Versicherungsbestätigungskarte (eVB) erhält der Kunde gegen einen Einmalbeitrag. Wird der Anschlussvertrag bei der WWK abgeschlossen, verrechnen wir den Einmalbeitrag mir dem Beitrag zur Folgeversicherung.

    Kurzzeitkennzeichen

L

  • Laufzeit

    Die Laufzeit ist der Zeitraum zwischen Vertragsbeginn und Vertragsende in vollen Versicherungsjahren, sie entspricht in der Regel der Versicherungsdauer.

    Laufzeit
  • Leitungswasser

    Leitungswasser ist Wasser, das sich in Zu- und Ableitungsrohren und den damit verbundenen Schläuchen, in den mit dem Rohrsystem verbundenen Einrichtungen oder deren wasserführenden Teilen befindet. Auch Wasser in Einrichtungen der Warmwasser- oder Dampfheizung, in Klima-, Wärmepumpen- und Solarheizungsanlagen, in Sprinkler- und Berieselungsanlagen, in Fuß- bodenheizungen, Aquarien und Wasserbetten wird in der Versicherungsbranche als Leitungswasser definiert, ebenso wie Wasserdampf und wärmetragende Flüssigkeiten (z.B. Öle, Kühlmittel, usw.). Im Rahmen der Leitungswasserversicherung werden Schäden durch bestimmungswidrig ausgetretenes Leitungswasser ersetzt.

    Leitungswasser
  • lebenslange BU-Rente

    Ist bei einer BU-Versicherung eine lebenslange BU-Rente vereinbart, so geht die monatliche Berufsunfähigkeitsrente in eine laebenslange Altersrente über, wenn die Berufsunfähigkeit vor dem 50. Lebensjahr eintritt und bis zum 65. Lebensjahr anhält. Voraussetzung: die Leistungsdauer ist bis zum 65. Lebensjahr versichert.

    lebenslange BU-Rente

M

  • Mallorca-Police

    Verbesserter Versicherungsschutz vor zu niedrigen Deckungssummen in der Kfz-Haftpflichtversicherung bei im europäischen Ausland gemieteten Pkws.

    Mallorca-Police
  • Mietsachschäden

    Begriff aus der Haftpflichtversicherung. Versichert ist die gesetzliche Haftpflicht aus der Beschädigung von gemieteten Wohnräumen und sonstigen zu privaten Zwecken gemieteten Räumen in Gebäude. Die Haftungserweiterung bezieht sich nur auf Räume und fest mit dem Gebäude verbundenen Sachen.

    Mietsachschäden
  • Mitversicherte Personen

    Bei mitversicherten Personen erstreckt sich der Versicherungsschutz nicht nur auf den Versicherungsnehmer, sondern auch auf weitere Personen (z. B. Ehegatten, Kinder, Hausangestellte). In verschiedenen Versicherungssparten können weitere Personen mitversichert werden.

    Mitversicherte Personen
  • Mopedversicherung

    Die Mopedversicherung gilt für zulassungsfreie Fahrzeuge (Mofa, Moped, Motorroller, usw.).

    Sie ist eine Versicherung für Kleinkrafträder mit einem maximalen Hubraum von 50 ccm und

    einer bauartbedingten Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h.

    Der Versicherer händigt das dazugehörige amt-liche Kennzeichen (Versicherungskennzeichen) aus. Das Schild ist maximal ein Jahr gültig, wobei das Versicherungsjahr jeweils von Anfang März bis Ende Februar dauert.

    Mopedversicherung

N

  • Nachversicherungsgarantie

    Der Kunde hat das besondere Recht, die beim Vertragsabschluss vereinbarten Versicherungsleistungen bei Eintritt folgender, sich auf die versicherte Person beziehender Ereignisse ohne Gesundheitsprüfung zu erhöhen:

    • Erreichen der Volljährigkeit
    • Heirat
    • Geburt oder Adoption eines Kindes
    • Beginn der beruflichen Selbstständigkeit
    • Erreichen eines akademischen Titels
    • Aufnahme der beruflichen Tätigkeit nach erfolgreicher Ausbildung (Lehre, Studium)

    Nachversicherungsgarantie
  • Neupreisentschädigung

    Bei einem Totalschaden oder Diebstahl erstattet der Versicherer unabhängig vom jeweiligen Zeitwert den Neupreis des Fahrzeugs an den Versicherungsnehmer. Dies gilt nur:

    • für Pkw (ausgenommen Mietwagen, Taxen oder Selbstfahrervermiet-Pkw)
    • sofern es sich um ein Fahrzeug im Erstbesitz handelt
    • das Fahrzeug ab Erstzulassung nicht älter als 12 Monate ist

    Neupreisentschädigung
  • Neuwert

    Die Hausratversicherung ist eine Neuwertversicherung. Der Versicherungswert entspricht dem Wiederbeschaffungspreis von Sachen gleicher Art und Güte in neuwertigem Zustand (Neuwert). Im Schadenfall erhält man also die Kosten für die Neuanschaffung (Wiederbeschaffungspreis) der beschädigten Sachen.

    In der Wohngebäudeversicherung ist der Neuwert der ortsübliche Neubauwert inklusive Architektengebühren sowie sonstige Konstruktions- und Planungskosten. Das ist der Preis, den man für die schlüsselfertige Errichtung eines Gebäudes durch ein Fremdunternehmen zahlen müsste, zuzüglich der Eigenleistungen.

    Auf Grund der Preisveränderungen im Baugewerbe empfiehlt sich eine Versicherung zum gleitenden Neuwert, da sich der Versicherungsschutz entsprechend der Baupreisentwicklung auf Grundlage des Baupreisindexes an die aktuellen Baupreise anpasst.

    Neuwert

O

  • Ombudsmann

    Seit Oktober 2001 hat auch die Versicherungswirtschaft einen Ombudsmann. Seine Aufgabe besteht darin, in Streitfällen zwischen dem Versicherungsnehmer und dem Versicherer zu schlichten und dadurch den Weg zum Gericht zu vermeiden. Sie werden von der Versicherungswirtschaft finanziert, sind aber neutral und unabhängig.

    Damit der Ombudsmann in Anspruch genommen werden kann, müssen zwei Voraussetzungen erfüllt sein: Das BAV ist noch nicht eingeschaltet und es läuft noch kein Gerichtsverfahren. Bis zu 5.000 EUR Streitwert darf der Ombudsmann entscheiden.

    Ombudsmann

P

  • Pensionsfonds

    Der Pensionsfonds ist ein rechtlich eigenständiger Versorgungsträger, der die Chancen der Kapitalmärkte nutzen kann.

    Mit einem Pensionsfondsvertrag besteht die Möglichkeit, das Recht des Arbeitnehmers auf Entgeltumwandlung zu erfüllen und somit steuer- und sozialversicherungsfrei für den Ruhestand vorzusorgen. Der Arbeitgeber kann auch Mitarbeiter mit einem arbeitgeberfinanzierten Pensionsfondsvertrag für Betriebstreue und gute Leistungen belohnen.

    Pensionsfonds
  • Pensionskasse

    Die Pensionskasse ist eine rechtlich selbständige Versorgungseinrichtung, die Versorgungs-leistungen erbringt und auf diese Leistungen einen Rechtsanspruch gewährt. Mit einem Pensionskassenvertrag besteht die Möglichkeit, den Rechtsanspruch des Arbeitnehmers auf Entgeltumwandlung zu erfüllen und somit steuer- und sozialversicherungsfrei für den Ruhestand vorzusorgen. Der Arbeitgeber kann auch Mitarbeiter mit einem arbeitgeberfinanzierten Pensionskassenvertrag für Betriebstreue und gute Leistungen belohnen.

    Pensionskasse
  • Pflichthaftpflichtversicherung

    Für besonders gefährliche Tätigkeiten bzw. Berufe gibt es die gesetzliche Pflicht zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung. Die wichtigste Pflichthaftpflichtversicherung ist die Kraftfahrzeughaftpflichtversicherung (§ 1 Pflichtversicherungsgesetz). Es besteht auch eine gesetzliche Pflicht zum Abschluss einer Haftpflichtversicherung für den Betrieb von Atomanlagen, für Luftverkehrsunternehmen, für den Güterkraftverkehr und für bestimmte Berufe (z. B. Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Notare, Architekten, Ingenieure, Schausteller, Jäger).

    Pflichthaftpflichtversicherung
  • Private Altersversorgung

    Die private Altersvorsorge ist neben der gesetzlichen und der betrieblichen Altersvorsorge die dritte Säule im Altersssicherungssystem in Deutschland. Sie umfasst alle Maßnahmen, die dem Vermögensaufbau für das Rentenalter dienen. Versorgungslücken, die durch den Wegfall des Arbeitseinkommens und der nicht ausreichenden Versorgung durch die gesetzliche und betriebliche Altersvorsorge entstehen, sollen hiermit ausgeglichen werden. Die Formen sind vielfältig: Die beliebtesten Formen sind die Kapitallebensversicherung und die private Rentenversicherung. Weiterhin kommen auch Fondsanlagen, Sparpläne oder Kapitalanlagen in Immobilien oder anderen Anlageobjekten (beispielsweise Kunst oder Edelmetalle) in Frage.

    Private Altersversorgung
  • Progression

    Die Entschädigung steigt mit der Schwere der Beeinträchtigung progressiv an. Es sind verschiedene Progressionen wählbar.

    Progression
  • Progressive Invaliditätsstaffel

    Ist ein in der privaten Unfallversicherung angebotener Tarifbestandteil. Unfallversicherungen mit progressiver Invaliditätsleistung bieten eine vertraglich vereinbarte Mehrleistung im Falle einer Invaliditäts-entschädigung. Die Versicherungssumme wird dann je nach Invaliditätsgrad progressiv (= im Verhältnis zu der Bezugsgröße steigend) erhöht. Je höher der Invaliditätsgrad, desto höher ist der Leistungsanstieg, was bedeutet, dass ein Vielfaches der vereinbarten Invaliditätssumme gezahlt wird. Nach Ermittlung der einfachen Invaliditätsleistung wird diese mit dem vertraglich vereinbarten Faktor vervielfacht (z. B. Bei einer 300%-Progression erhält man 300% der vereinbarten Versicherungssumme).

    Progressive Invaliditätsstaffel

R

  • Rabattschutz

    Durch den Rabattschutz erfolgt nach einem versicherungspflichtigen Schaden keine Hochstufung des Vertrages. Dies gilt jedoch nur beim ersten Schaden pro Versicherungsjahr. Der Rabattschutz ist nur für Pkws möglich. Die Voraussetzungen um diesen zu vereinbaren sind:

    • Der Vertrag ist mindestens in Schadensfreiheitsklasse SF 1 / 2 eingestuft
    • Sofern eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen wird, gilt der Rabattschutz nur für beide Versicherungsarten
    • Der Rabattschutz beginnt nicht vor Eingang des Antrages

    Rabattschutz
  • Ranking

    Quantitative Beurteilung von Fondsgesellschaften und Investmentfonds durch objektiv nachvollziehbare Kennzahlen wie z. B. Wertentwicklung und Volatilität. Voraussetzungen sind eine ausreichend große Vergleichs-Fondsgruppe und ein mehrjähriges Bestehen des Fonds. Zu den am meisten beachteten Fondsanalysten zählen Morningstar, Standard & Poor's und FERI Trust.

    Ranking
  • Rating

    Standardisierte Beurteilung der Bonität des Emittenten und seiner Schuldtitel durch spezialisierte Agenturen. Unabhängige Agenturen bedienen sich bei dieser Klassifizierung bestimmter Kennziffern, sogenannte Rating-Skalen (z. B. von AAA für die beste Bonität bis D für mangelnde Zahlungsfähigkeit).

    Rating
  • Regionalklasse

    Richtet sich der Versicherungsbeitrag nach dem Wohnsitz des Halters, wird das Fahrzeug einer Regionalklasse zugeordnet. Maßgeblich ist der Wohnsitz, den uns die Zulassungsbehörde zu dem Fahrzeug mitteilt. Dem Versicherungsschein kann entnommen werden, welcher Regionalklasse das Fahrzeug zu Beginn des Vertrags zugeordnet worden ist. Ein unabhängiger Treuhänder ermittelt jährlich, ob und in welchem Umfang sich der Schadenbedarf der Region, in welcher der Wohnsitz des Halters liegt, im Verhältnis zu allen Regionen erhöht oder verringert hat. Ändert sich der Schadenbedarf der Region im Verhältnis zu dem aller Regionen, kann dies zu einer Zuordnung in eine andere Regionalklasse führen. Die damit verbundene Beitragsänderung wird mit Beginn des nächsten Versicherungsjahres wirksam.

    Regionalklasse
  • Rentengarantie und Rentengarantiezeit

    Wurde eine Rentenversicherung mit Rentengarantie gewählt und stirbt die versicherte Person nach Fälligkeit der ersten Rente, jedoch während der Dauer der vereinbarten Rentengarantiezeit, wird die Rente bis zum Ende der Rentengarantiezeit weitergezahlt. Die Renten gehen dann an den Bezugsberechtigten bzw. die Hinterbliebenen. Die Rentengarantiezeit wird nach den Wünschen des Kunden im Antrag vereinbart. Verstirbt die versicherte Person nach Ablauf der Rentengarantiezeit, erlischt der Versicherungsvertrag.

    Rentengarantiezeit
  • Riester-Rente

    Die Riester-Rente ist eine durch staatliche Zulagen und durch Sonderausgabenabzugsmöglichkeiten geförderte, privat finanzierte Rente. Die Bezeichnung Riester-Rente geht auf Walter Riester zurück, der als Bundesminister für Arbeit und Sozialordnung die Förderung der freiwilligen Altersvorsorge durch eine Altersvorsorgezulage vorschlug.

    Riester-Rente
  • Risikozuschlag

    Risikozuschlag ist ein Beitragszuschlag wegen erhöhter Risikoverhältnisse. Der Beitragszuschlag dient zum Ausgleich des erhöhten Risikos (z. B. Ausübung gefährlicher Sportarten oder Berufe in der Unfallversicherung, Vorerkrankungen in der Lebensversicherung). Der Risikozuschlag wird in der Regel für die gesamte Laufzeit des Versicherungsvertrages vereinbart.

    Risikozuschlag
  • Rooming-in

    Die notwendigen Übernachtungskosten des Versicherungsnehmers oder einer von ihm bestimmten Person, die bei Betreuung des stationär behandelten versicherten Kindes anfallen. Dieser Einschluss gilt, wenn das versicherte Kind zum Zeitpunkt des Unfalls das 10. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

    Rooming-in
  • Rürup-Rente

    Die Rürup-Rente, auch Basisrente genannt, ist eine staatlich geförderte Form der Altersvorsorge. Damit setzen Sie Ihre Aufwendungen für die Basisrente als Sonderausgaben in der Steuererklärung ab. Insbesondere für Selbstständige lohnt sich der Abschluss einer Basisrente, da es die einzige Möglichkeit ist, steuerbegünstigt fürs Alter vorzusorgen.

    Rürup-Rente

S

  • Sachverständiger

    Sachkundige Person eines Fachgebiets, die wegen ihrer Sachkenntnis zur Abgabe eines Gutachtens berufen wird. Gutachten werden oft von Gerichten zur Klärung strittiger Fälle herangezogen. Versicherer bestellen Sachverständige zur Erstellung von Gutachten eingetretener Schäden, zur Ermittlung des Schadenshergang und der genauen Schadenshöhe.

    Sachverständiger
  • Saisonkennzeichen

    Mit dem Saisonkennzeichen entfällt das lästige An- und Abmelden, denn es gilt für jede Saison aufs Neue. Die Dauer der Saison kann individuell festgelegt werden. Sie beträgt mindestens 2, höchstens jedoch 11 Monate. Ein Saisonkennzeichen kann bei der zuständigen Zulassungsstelle beantragt werden. Die Saison läuft vom ersten Tag des Beginnmonats bis zum letzten Tag des Ablaufmonats. Eine separate Versicherungsbestätigung ist hierfür nicht erforderlich.

    Saisonkennzeichen
  • Schadenanzeigepflicht

    Obliegenheit des Versicherungsnehmers zur Meldung über Ursache, Art und Umfang des Schadens.

    Schadenanzeigepflicht
  • Schadensfreiheitsrabatt

    Besonders wichtig ist der Schadenfreiheitsrabatt in der Kfz-Haftpflicht- und Vollkaskoversicherung. Der Beitrag in der Kraftfahrzeugversicherung richtet sich nach Schadenfreiheitsklassen.

    Die Einordnung in eine bestimmte Schadenfrei-heitsklasse ist von tatsächlich unfallfrei gefahrenen Kalenderjahren abhängig und drückt sich durch den jeweils festgelegten Schadenfreiheitsrabatt in Prozent aus. Konkret bedeutet das eine Beitragsermäßigung, die von der Dauer der Schadenfreiheit abhängig ist (z.B. nach 18 schadenfreien Kalenderjahren zahlt der Versicherungsnehmer nur noch 30 Prozent des Grundbeitrags). Je mehr schadenfreie Jahre, desto günstiger der Versicherungsbeitrag. Umgekehrt führen Schäden zu Zuschlägen, so dass der Beitrag auf bis zu 260 % des Grund-beitrags steigen kann. Daher kann es sich lohnen kleine Schäden selbst zu bezahlen, um nicht in eine ungünstigere Schadenfreiheitsklasse zurückgestuft zu werden.

    Schadensfreiheitsrabatt
  • Selbstbeteiligung (= Selbstbehalt)

    Ist die vertraglich vereinbarte Beteiligung des Versicherungsnehmers im Schadensfall. Je höher die vereinbarte Selbstbeteiligung im Leistungsfall, desto geringer wird der zu zahlende Versicherungsbeitrag. Die Versicherer bieten hierbei unterschiedliche Höhen an Selbstbeteiligungen an. Im Falle eines Schadens zahlt Versicherungsnehmer den Betrag der Selbstbeteiligung, den Restbetrag ersetzt der Versicherer. Die Vereinbarung von Selbstbeteiligungen kommt besonders häufig im Rahmen von Kraftfahrzeugversicherungen vor.

    Selbstbeteiligung
  • Sengschäden (= Schmorschäden)

    Ein Schmor- bzw. Sengschaden liegt vor, wenn eine Sache unter der Einwirkung einer Wärmequelle beschädigt wird, ohne dass es dabei zu einer Flammenbildung und selbständigen Ausbreitung der Schadstelle kommt und es sich somit nicht um einen Brandschaden handelt (Das bedeutet, dass z. B. Sengschäden, die durch Zigarettenglut oder beim Bügeln entstehen, keine Brandschäden sind und nicht unter den Versicherungsschutz fallen). In der Regel sind Sengschäden nicht vom Versicherungsschutz erfasst, aber es gibt Versicherer die auch Sengschäden bis zu einer bestimmten Grenze entschädigen. Beispiel: Von einer brennenden Wunderkerze spritzen glühende Teile ab und sengen Löcher in den Teppich.

    Sengschäden
  • Sturm

    Als Sturm bezeichnet man einen Wind (eine wetterbedingte Luftbewegung) von mindestens der Windstärke 8 (62- 74 km/h Beaufort-Skala). Versichert sind Schäden, die entstehen:

    • durch die unmittelbare Einwirkung des Sturmes auf versicherte Sachen (Einwirkungsschaden).
    • dadurch, dass der Sturm Gegenstände auf versicherte Sachen wirft (Schäden durch Gegenstände).
    • als Folge eines Sturmschadens (Folgeschäden).

    Schäden durch Hagel sind sinngemäß (keine Windstärke 8 erforderlich! ) mitversichert.

    Nicht versichert sind: Sturmflut, Lawinen oder Schneedruck, bei Eindringen von Regen, Hagel, Schnee oder Schmutz durch nicht ordnungsgemäß geschlossene Fenster oder Außentüren oder durch andere Öffnungen. Außenversicherungsschutz gegen Sturmschäden besteht nur, falls sich der Hausrat in einem Gebäude befindet. Es besteht also kein Schutz für Campingzelte, Regenschirme etc.

    Sturm

T

  • Tagegeld

    gilt nur für Selbstständige. Führt ein Unfall zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit, so wird für die Dauer der ärztlichen Behandlung Tagegeld gezahlt. Längstens für ein Jahr, vom Unfalltag an gerechnet.

    Tagegeld
  • Tarifzonen

    Die Tarife für die Hausrat- und Wohngebäude-versicherung richten sich nach bestimmten Tarifzonen. Die Tarifzonen ergeben sich durch die Einteilung einer Region nach besonderen Gefahrenverhältnissen, wobei die Gebiete bzw. Tarifzonen nach Postleitzahlen aufgegliedert werden. Die eingeteilten Zonen entsprechen unterschiedlichen Risiko-verhältnissen wie höheres Sturmrisiko bei der Gefahr Sturm oder Risko durch agressiveres Wasser bei der Gefahr Leitungswasser (Wohngebäudeversicherung) und höheres Einbruchdiebstahlrisiko (Hausratversicherung). Je höher die Tarifzone ist, desto höher ist der zu zahlende Beitrag.

    Tarifzonen
  • Teilkaskoversicherung

    (= Fahrzeugteilversicherung) Ist ein Begriff aus der Kraftfahrtversicherung, wobei zwischen Teil- und Vollkaskoversicherung unterschieden wird. In der Teilkaskoversicherung (= Fahrzeugteilversicherung) sind Schäden am versicherten Fahrzeug durch Brand, Explosion, Diebstahl und anderen Entwendungstatbeständen, Sturm, Hagel, Blitzschlag, Überschwemmung, Zusammenstoß mit Haarwild, Glasbruch und Schmorschäden an der Verkabelung gedeckt. Die Teilkaskoversicherung kann mit Selbstbeteiligung abgeschlossen werden, wodurch der Versicherungsbeitrag geringer wird.

    Teilkaskoversicherung
  • Todesfallfaktor

    Durch die Wahl des Todesfallfaktors wird die Todesfallsumme in Relation zur Versicherungssumme, bzw. Beitragssumme bei fonds- gebundenen Lebensversicherungen, festgelegt. Wenn Sie zum Beispiel einen Todesfallfaktor von 60 % wählen, dann werden im Leistungsfall 60 % der Versicherungssumme an die Hinterbliebenen ausbezahlt.

    Todesfallfaktor
  • Todesfallsumme

    ist die garantierte Kapitalleistung, die im Todesfall der versicherten Person an die Hinterbliebenen bzw. Bezugsberechtigten ausbezahlt wird.

    Todesfallsumme
  • Typklassenverzeichnis

    Die Typklasse ist ein objektives Risikomerkmal zur Tarifbestimmung in der Kfz-Versicherung. Hierbei werden die verschiedenen Fahrzeugtypen in Typklassen eingeordnet. Das Typklassenverzeichnis enthält alle Typklassen. Die Typklasse gibt an, wie hoch im Vergleich zu anderen Fahrzeugtypen die Schadenhäufigkeit ist. Der Schadensverlauf der einzelnen Typklassen wird regelmäßig überprüft und entsprechend angepasst. Die Typklasse eines Fahrzeugs identifiziert man mit Hilfe der im Fahrzeugschein angegebenen Hersteller- und Typschlüsselnummer (sog. Schlüsselnummern). Nach der Typklasse richtet sich unter anderem der Versicherungsbeitrag, d. h. je niedriger die Typklasse, desto niedriger der Beitrag.

    Typklassenverzeichnis

U

  • Unfall-Kranken-Tagegeld

    gilt nur für Selbstständige. Führt ein Unfall zu einer Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit, so wird für die Dauer der ärztlichen Behandlung Tagegeld gezahlt. Längstens für ein Jahr, vom Unfalltag an gerechnet.

    Unfall-Kranken-Tagegeld
  • Unfall-Zusatzversicherung

    Ist eine Unfall-Zusatzversicherung eingeschlossen, erhält der Anspruchsberechtigte bei einem Unfalltod der versicherten Person die vereinbarte Unfalltodsumme zusätzlich zur Versicherungssumme der Hauptversicherung. Diese zusätzliche Versicherungssumme kann in unterschiedlicher Höhe vereinbart und abhängig vom Tarif für die versicherte Person eingeschlossen werden.

    Unfall-Zusatzversicherung
  • Unfallversicherung

    Ein Unfall im Sinne der Unfallversicherung liegt vor, wenn eine Person durch ein plötzlich von außen auf den Körper einwirkendes Ereignis (Unfallereignis) unfreiwillig eine Gesundheitsschädigung erleidet. Nur wenn diese fünf Merkmale des Unfallbegriffes (plötzlich, von außen, unfreiwillig, Gesundheitsschädigung, Ereignis) erfüllt sind handelt es sich um einen Unfall. In den heutigen Bedingungen wird der Unfallbegriff häufig erweitert (z.B. Gesundheitsschäden infolge einer erhöhten Kraftanstrengung). Welche Gesundheitsschäden im Rahmen der Unfallversicherung gedeckt sind, ist in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen festgelegt.

    Unfallversicherung
  • Unterstützungskasse

    Die Unterstützungskasse ist eine rechtlich selbstständige Versorgungseinrichtung, deren Aufgabe es ist, die zugesagten Versorgungs-leistungen zu erbringen. Die Versorgungszusage wird durch den entsprechenden Leistungsplan der Unterstützungskasse dargestellt. Die bekannteste Form der Unterstützungskasse ist die rückgedeckte Unterstützungskasse. Hierbei handelt es sich um Unterstützungskasse, die bei einem Versicherungsunternehmen eine Rückdeckungsversicherung abschließt, um die zugesagten Versorgungsleistungen zu finanzieren.

    Unterstützungskasse
  • Unterversicherung

    Unterversicherung ist ein Begriff aus der Wohngebäude- und Hausratversicherung und bedeutet, dass die vereinbarte Versicherungssumme niedriger ist als der tatsächliche Wert der versicherten Sachen (sog. Versicherungswert). Die Entschädigung für Schäden richtet sich nach dem Verhältnis von Versicherungssumme zum tatsächlichen Versicherungswert, d. h. bei Unterversicherung wird der Schadenersatz im Verhältnis von Versicherungssumme zum Versicherungswert gekürzt. Daher ist der Einschluss einer Dynamik ratsam, damit die Versicherungssumme automatisch an die Wertsteigerungen im Laufe der Zeit angepasst wird. Sollte sich durch Zukauf wertvoller Gegenstände der Versicherungswert ändern (z. B. durch neue Küche, wertvolle Gemälde, Hausanbau), muss das unverzüglich der Versicherung mitgeteilt werden, um die Versicherungssumme an diese Wertsteigerung anzupassen.

    Unterversicherung
  • Überschuss-System

    Überschüsse bei Lebensversicherern entstehen durch eine rentable Anlage der Beiträge, eine sparsame Verwaltung und durch weniger Sterbefälle, als bei der vorsichtigen Beitragskalkulation angenommen wurde. Nahezu der gesamte Überschuss wird als Überschussbeteiligung an die Versicherungsnehmer weitergegeben. Folgende Überschuss-Systeme stehen Ihnen je nach Tarif zur Verfügung:

    • Bonussystem: Der Überschuss wird jährlich in eine zusätzliche beitragsfreie Versicherung gegen Einmalbeitrag investiert (Bonus). Dadurch erhöht sich Jahr für Jahr die Versicherungsleistung im Todes- und Erlebensfall.
    • Fondsansammlung: Der Überschuss wird in Fondsanteilen eines ausgewählten Fonds angelegt. Im Versicherungsfall werden das Fondsguthaben sowie die Versicherungssumme ausbezahlt.
    • Sofortverrechnung: Verrechnung der Überschüsse mit dem Beitrag.
    • Verzinslichen Ansammlung: Bei der verzinslichen Ansammlung werden die jährlichen Überschussanteile beim Versicherungsunternehmen angespart und verzinst. Dieser angesparte Betrag zuzüglich der Zinsen und Zinseszinsen wird dann zusammen mit der Versicherungssumme ausbezahlt.
    • Todesfallbonus: Die laufenden Überschussanteile werden zur Erhöhung der versicherten Todesfallleistung verwendet.

    Überschuss-System
  • Überschüsse

    Die vertraglichen Garantien, die wir als Versicherer unseren Kunden geben, erfordern eine vorsichtige Kalkulation der Beiträge. Wir müssen, ausreichend für die Veränderungen des Kapitalmarktes, einen ungünstige Entwicklung der versicherten Risiken und der Kosten Vorsorge treffen. Unsere tatsächlich erwirtschafteten Kapitalerträge, die beobachtbare Entwicklung der versicherten Risiken und der Kosten verlaufen in der Regel günstiger als angenommen und füheren somit zu Überschüssen, an denen wir unsere Kunden beteiligen.

    Überschüsse
  • Überspannungsschäden

    Überspannungsschäden entstehen in der Regel durch die mittelbare Auswirkung eines Blitzschlages (z.B. bei starkem Gewitter schlägt der Blitz in die Antenne, wodurch ein Überspannungsschaden am Fernsehgerät entsteht). Überspannungsschäden an elektrischen Einrichtungen sind in der Regel vom Versicherungsschutz ausgeschlossen, können aber im Rahmen der Hausrat- und Wohngebäudeversicherung durch eine Vereinbarung (Klausel) mitversichert werden.

    Überspannungsschäden

V

  • Versicherungsbestätigung

    Die Versicherungsbestätigung, auch Doppel- bzw. Deckungskarte genannt, ist der Nachweis für das Bestehen einer gesetzlich vorgeschriebenen Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung. Die Kraftfahrthaftpflichtversicherung ist eine gesetzlich vorgeschriebene Pflichtversicherung. Nach § 29a StVZO ist die "Doppelkarte" die vorgeschriebene Form der Versicherungs- bestätigung. Sie ist der Nachweis für die Zulassungstelle, dass für den Kraftfahrzeughalter die gesetzlich vorgeschriebene Haftpflicht-versicherung besteht. Ohne diese Versicherungs-bestätigung erfolgt keine Fahrzeugzulassung.

    Mit der Doppelkarte besteht die Zusage einer vorläufigen Deckung. Durch diese vorläufige Deckungszusage beginnt der Versicherungs-schutz bereits am Tag der Zulassung, d. h.

    dieser vorläufige Versicherungsschutz gilt für

    den Zeitraum zwischen Zulassungstag und Tag des Versicherungsbeginns.

    Versicherungsbestätigung
  • Vollkaskoversicherung

    Vollkaskoversicherung (= Fahrzeugvollversicherung) ist ein Begriff aus der Kfz-Versicherung. Während die Kfz-Haftpflicht-versicherung gesetzlich vorgeschrieben ist, besteht für die Teil- und Vollkaskoversicherung (Fahrzeugversicherung) keine Versicherungs-pflicht. Die Fahrzeugversicherung dient zur Abdeckung von Sachschäden am eigenen Fahrzeug, wobei zwischen Teil- und Vollkaskoversicherung unterschieden wird. In der Vollkaskoversicherung ist die Teilkasko enthalten und bietet darüber hinaus noch Versicherungsschutz bei Schäden durch einen selbstverschuldeten Unfall und durch mut- oder böswillige Beschädigung durch fremde Personen. Die Kaskoversicherung wird mit verschiedenen Selbstbehalten angeboten. In der Vollkaskoversicherung gibt es wie bei der Haftpflichtversicherung, eine Einstufung in Schadenfreiheitsklassen.

    Vollkaskoversicherung
  • Vorläufige Deckung

    Die vorläufige Deckung ist eine Sonderform der Deckung, die noch vor Annahme des Antrages Versicherungsschutz gewährt. Die vorläufige Deckung ist ein rechtlich eigenständiger Versicherungsvertrag, der vor dem eigentlichen Vertrag mit dem endgültigen Versicherungs-schutz besteht. Die vorläufige Deckung endet entweder nach Fristablauf oder Kündigung, spätestens jedoch mit Zusatndekommen des eigentlichen Versicherungsvertrages.

    Vorläufige Deckung
  • Vorvertragliche Anzeigepflicht

    Die vorvertragliche Verpflichtung des Versicherungsnehmers zur vollständigen und richtigen Beantwortung aller für die Vertragsschließung relevanten Angaben. Der Versicherungsnehmer ist verpflichtet den Versicherungsantrag vollständig und sorgfältig auszufüllen und wahrheitsgemäße Angaben zu machen. Dies gilt unabhängig davon, ob der Versicherungsnehmer selbst den Versicherungsantrag ausgefüllt oder nur einen vom Versicherungsvertreter ausgefüllten Antrag unterschrieben hat. Die Angaben des Versicherungsnehmers dienen als Grundlage zur Risikoeinschätzung und sind entscheidend, ob und unter welchen Bedingungen der Vertrag zustande kommt. Beispiele für anzeigepflichtige Umstände:

    • Vorschäden in der Sachversicherung
    • Ablehnung früherer Versicherungsanträge
    • Fragen nach Krankheiten, Unfällen, gesundheitlichen Beschwerden, Beruf, sportlichen Aktivitäten bei Unfall- und Lebensversicherung

    Vorvertragliche Anzeigepflicht

W

  • Wiederbeschaffungswert

    Der Wiederbeschaffungswert entspricht dem aktuellen Versicherungswert (Tageswert) von Sachen gleicher Art und Güte.

    Wiederbeschaffungswert
  • Wildschaden

    Ein Wildschaden ist ein Schaden, der durch den Zusammenstoß eines sich in Bewegung befindlichen Kraftfahrzeugs mit Haarwild (im Sinne des Bundesjagdgesetzes) entstanden ist. Die Wildschadenklausel ist ein versichertes Risiko in der Teilkaskoversicherung. Einige Versicherer haben den Versicherungsschutz auf den Zusammenstoß mit Pferden, Schafen, Ziegen und Rindern erweitert.

    Wildschaden

Z

  • Zeitwert

    Der Zeitwert in der Wohngebäudeversicherung errechnet sich aus dem Neuwert abzüglich der Wertminderung (Wertverlust durch Alter und Abnutzung). Der Zeitwert kann als fester Versicherungswert vereinbart werden. Die Zeitwertversicherung hat aber in der Wohngebäudeversicherung nur noch eine geringe Bedeutung. Empfohlen wird eine Wohngebäudeversicherung zum gleitenden Neuwert.

    Zeitwert