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    Giftfreier Garten

    Schneckenalarm im Gemüsebeet oder Mehltau auf dem Rosenstrauch müssen nicht sein!

Giftfreier Garten

Rund 470 Tonnen Pestizidstoffe werden in deutschen Gärten jährlich versprüht, vergossen oder ausgelegt, um Blattläuse, Schnecken und Unkraut zu vernichten. Doch die Giftstoffe kommen wieder zum Menschen zurück, indem sie verdunsten, vom Regen weggespült ins Grundwasser gelangen oder auf Lebensmitteln hängen bleiben. Besonders gefährlich sind Biozide, die ähnlich wie Hormone wirken, die können im Körper falsche Signale auslösen. Geringste Mengen können Krebs auslösen, die Fruchtbarkeit beeinflussen und zu Verhaltensstörungen führen.

Tipps für einen giftfreien Garten

So können Sie lästige Quälgeister ohne Gift wirksam bekämpfen:

  • Schützen Sie durch den richtigen Pflanzenstandort: Gärtnereien oder Baumschulen beraten Sie über die richtigen Boden-, Licht-, Temperatur- und Wasserverhältnisse.
  • Setzen Sie die Pflanzen möglichst dicht und bedecken die Zwischenräume mit Mulch. Ohne Platz und Licht wächst kein Unkraut.
  • Harken, Ausstechen und Abflammen sind giftfreie Methoden gegen Unkraut. Biologische Spritz- und Gießmittel können Sie leicht selbst ansetzen.
  • Schützen Sie durch die abschreckenden Aroma- oder Geruchsstoffe mancher Pflanzen die benachbarten Pflanzen vor Krankheits- oder Schädlingsbefall. Lauch, Knoblauch oder Zwiebeln senken den Blattlausbefall an Kopfsalat und Gemüsefliegenbefall an Möhren.
  • Versperren Sie mit Netzen, Vliesen oder Leimringen tierischen Schädlingen den Weg. Oder retten Sie Ihr Blumenbeet mit so genannten Lockstoff-Fallen.
  • Halten Sie mit Kalk, Nährstoffen und regelmäßiger Belüftung (z. B. vertikutieren) den Rasen frei von Moos und Unkraut.
  • Vielfalt und naturnahes Gärtnern ohne Pestizide schützt vor Schädlingen, weil Sie die Nützlinge im Garten schützen. Hecken, Stein- und Reisighaufen oder begrünte Fassaden bieten Lebensraum für Vögel und nützliche Insekten.

Nützlinge

Welche Tiere sind die Gegenspieler der Schädlinge

  • Florfliegen- und Gallmückenlarven oder Laufkäfer jagen Blattläuse, fressen Spinnmilben, Schild- und Blutläuse sowie andere Schädlinge. Schwebefliegen- und Marienkäferlarven lieben Blattläuse über alles.
  • Ohrwürmer sind aufgrund ihres Aussehens beim Menschen nicht beliebt, helfen aber im Kampf gegen Blattläuse.
  • Schlupfwespen sind auf bestimmte Insekten und deren Entwicklungsstadien spezialisiert. Sie legen ihre Eier in das Insekt oder dessen Larve und töten sie dadurch.
  • Raubwanzen lassen Blattläusen, Raupen, Kartoffelkäferlarven, Spinnmilben und anderen Schädlingen in ihrer näheren Umgebung kaum eine Chance.
  • Für Erdkröten sind Nacktschnecken, Asseln, Würmer, Raupen, Spinnen, Pflanzen schädigende Fliegen, Mücken und auch Wespen ein gefundenes Fressen.
  • Wenn Sie einen Igel im Garten haben, vertreiben Sie ihn nicht. Er vertilgt Unmengen von Insekten, Würmern und Schnecken.
  • Auch Maulwürfe, obwohl ihre Hügel jeden Gärtner ärgern, leisten einen beachtlichen Beitrag zum Schutz der Pflanzen. Sie fressen Würmer, Engerlinge, Käfer, Raupen, Nacktschnecken und andere Schädlinge auf und unter der Bodenoberfläche.

Falls Sie übrigens Ihre Nützlinge für Haus und Garten schon vertrieben haben, können Sie diese im Gartenfachhandel bequem per Bestellkarte ordern. So kommen beispielsweise Florfliegenlarven, Raubmilben und Spinnmilben per Post zurück in Ihren Garten.

Versicherungstipp

Überprüfen Sie Ihren Versicherungsschutz zum Thema Haus und Wohnen. Mehr Informationen dazu finden Sie in der Infobox auf der rechten Seite.