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    Biker aufgepasst

    Richtig einwintern und sicher ins Frühjahr starten!

Motorradspecial

In der kalten Jahreszeit ist Motorradfahren kein Vergnügen. Die Maschine einfach nur in einem Schuppen abstellen? So handelt kein Biker. Er weiß, dass sein Motorrad vor dem Winter gepflegt sein will. Auch im Frühjahr braust er nicht einfach los, sondern checkt seine "Maschine" durch. Informieren Sie sich, worauf es dabei ankommt.

Frühlingserwachen

Nur noch wenige Handgriffe sind nötig, um schnell in die neue Saison zu starten:

  • Reinigen Sie Ihr Motorrad von Staub- oder Konservierungsmittelresten und bauen Sie eine ausreichend befüllte und geladene Batterie ein.
  • Messen Sie den Stand von Motoröl, Bremsflüssigkeit, Kühlmittel und gegebenenfalls Kardanöl und füllen Sie bei Bedarf nach. Sollte einer dieser Betriebsflüssigkeiten seit dem Einwintern weniger geworden sein, untersuchen Sie das entsprechende Bauteil auf Dichtheit.
  • Prüfen Sie Zündkerzen und Zündkerzenstecker auf festen Sitz und testen Sie die Lichtanlage.
  • Testen Sie die Funktion der elektrischen Anlage.
  • Spannen und schmieren Sie die Antriebskette korrekt.
  • Prüfen Sie Bremsbeläge, Bremswirkung, Druckpunkt der Bremse und Freilauf der Räder. Die Armaturen, wie etwa Bowdenzüge auf Leichtgängigkeit prüfen.
  • Entleeren Sie die Schwimmkammern des Vergasers. Bei Motorrädern mit Vergaser den Benzinhahn öffnen und frischen Kraftstoff in den Vergaser laufen lassen. Danach den Benzinhahn wieder schließen.
  • Prüfen Sie den Luftdruck. Bei sehr niedrigem Luftdruck untersuchen Sie die Reifen auf undichte Stellen. Das Reifenprofil muss mindestens 2 mm betragen.
  • Nehmen Sie den Motor mit Choke und ohne Gas in Betrieb und lassen Sie ihn mit vorerst möglichst niedriger Drehzahl laufen. Sollte sich der Startprozess über längere Zeit hinziehen, Anlasserbetrieb für einige Minuten unterberechen und Kontrollleuchten beobachten. Wenn diese deutlich dunkler werden, fremde Starthilfe, z. B. von einem Auto in Anspruch nehmen. Die Batterie könnte sonst beschädigt werden.

Winterschlaf

Stellen Sie zum Überwintern Ihre Maschine nicht einfach in die Garage und vergessen sie dort bis zum Frühjahr:

  • Säubern Sie Ihre Maschine gründlich. Überprüfen Sie alle Funktionen. Lassen Sie notwendige Reparaturen am besten gleich durchführen. Im Herbst sind die Reparaturwerkstätten nicht so ausgelastet wie im Frühjahr.
  • Lassen Sie das Motorenöl ab, wechseln Sie den Ölfilter und füllen Sie frisches Öl ein.
  • Entleeren Sie die Schwimmerkammern der Vergaser, um Verklebungen durch eingetrocknetes Benzin zu vermeiden.
  • Säubern Sie die Kettenräder und Kette und sprühen Sie sie mit Pflegespray ein.
  • Erneuern Sie bei flüssigkeitsgekühlten Maschinen die Kühlflüssigkeit nach Herstellerangabe. Dabei den Frostschutz nicht vergessen!
  • Füllen Sie den Tank bis zum Rand auf, damit der Tank innen keinen Rost ansezten kann.
  • Bauen Sie die Batterie aus, um sie trocken, kühl und frostsicher zu lagern.
  • Konservieren Sie Rahmen und Verkleidung mit Lackpflegemittel. Blanke Teile, ausgenommen Bremsscheiben, behandeln Sie mit ölgetränktem Lappen, Gummi mit Silikon.
  • Der ideale Rast-Platz für ein Motorrad im Winter ist gut durchlüftet, trocken mit möglichst geringen Temperaturschwankungen. Bocken Sie Ihr Motorrad auf, um die Reifen vor Verformungen zu schützen.
  • Auch die Kleidung nicht vergessen! Entfernen Sie von Ihrer Lederkombi den Schmutz und pflegen und fetten Sie sie regelmäßig. Ebenso mit Handschuhen und Stiefeln verfahren. Bei Textilbekleidung das Imprägnieren nicht vergessen.

Motorradschutzbekleidung

Worauf Sie achten sollten:

  • Schutzbekleidung aus Leder oder Textil mit hoher Abriebfestigkeit und gutem Rutschverhalten bietet Ihnen den besten Schutz.
  • Je dicker die Protektoren und je größer die Fläche, die sie abdecken, desto höher ist die Sicherheit bei einem Unfall.
  • Ein sicherer Motorrad-Anzug sollte an Schultern, Ellenbogen, Rücken, Hüfte, Gesäß, Knien, Schienbein und Füßknöcheln Protektoren haben.
  • Auffällige Reflektoren machen Sie außerdem besser sichtbar.
  • Für starke Regenfälle ist eine gute Regen-Überziehkombi die dichteste aller Lösungen.

Tipps zur Anprobe

  • Lassen Sie sich Zeit bei der Anprobe und achten Sie auf kompetente Beratung!
  • Probieren Sie unbedingt mehrere Anzüge und diese immer gleich auf dem Motorrad!
  • Kontrollieren Sie dabei, ob Falten in den Kniekehlen oder im Beckenbereich drücken.
  • Prüfen Sie, dass die Protektoren sicher dort, wo sie auch hingehören, sitzen.
  • Achten Sie auf eine enge Passform an Handgelenken sowie Knöcheln und bei Zweiteilern auf eine feste Verbindung zwischen den Teilen, damit beim Unfall der Schutz nicht wegrutscht.
  • Grundsätzlich gilt: viele Nähte – viele Schwachstellen! Achten Sie auf stabile Reißverschlüsse und Nähte.
  • Prüfen Sie ob, scheuergefährdete Stellen (Schulter, Ellbogen, Gesäß, Knie) doppellagig verarbeitet oder besser noch mit reißfestem Kevlar ausgestattet sind.
  • Testen Sie, ob die Textilkombi noch gut sitzt, wenn das Innenfutter entfernt ist, oder ob unter das Leder-Outfit noch wärmende Funktionskleidung passt.

Der Helm ist selbstverständlich

  • Den besten Kopfschutz bietet ein geprüfter Integralhelm (nach ECE-R 22) mit Kinnbügel und Visier.
  • Mit einer auffälligen Helmfarbe und Reflektoren werden Sie dabei am besten gesehen.
  • Achten Sie auf festen Sitz des Helms und gleichmäßiges Anliegen des Kinnriemens (mit Einhandöffnung und -schließung).
  • Je leichter der Helm, desto weniger beansprucht er Ihre Hals- und Nackenmuskulatur.
  • Das Visier sollte für optimalen Durchblick kratzfest, beschlaghemmend und keinesfalls getönt sein.
  • Benutzen Sie einen Helm nach einem Unfall nicht mehr – auch ohne sichtbaren Schaden kann die Funktion eingeschränkt sein.
  • Ersetzen Sie die Innenpolsterung Ihres Helms, wenn dieser nicht mehr stramm anliegt.

Versicherungstipp

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