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    Vorsicht bei Wind, Wild und Wetter

    Vorausschauend und sicher ans Ziel kommen.

Gefahrensituationen

Jedem Autofahrer ist klar, dass das frühzeitige Erkennen von Gefahrensituationen und eine daran angepasste Fahrweise besonders wichtig sind. Mit welchen Gefahrensituationen Sie besonders vorsichtig umgehen müssen und wie Sie dabei richtig reagieren, erfahren Sie in unserem "Gefahrensituationen-Ratgeber".

Achtung Wildwechsel

Vorausschauendes Fahren und ein erhöhtes Gefahrenbewusstsein hilft, folgenschwere Wildunfälle zu vermeiden:

  • Wildunfälle passieren meist in den Abend- und frühen Morgenstunden. Übergangsbereiche zwischen Wald- und Feldzonen sind besondere Gefahrenschwerpunkte.
  • Beachten Sie Wildwechsel-Schilder. Reduzieren Sie das Tempo und seien Sie bremsbereit. 80 km/h können schon zu viel sein.
  • Behalten Sie die Fahrbahnränder im Auge und halten Sie einen Sicherheitsabstand zum rechten Fahrbahnrand ein.
  • Ein "Wild" kommt selten allein. Rechnen Sie immer mit mehreren Tieren.
  • Wild verhält sich unberechenbar. Tiere verlassen die Fahrbahn nicht immer auf dem kürzesten Weg, sondern laufen vor dem Fahrzeug her. Bremsen Sie nur, wenn kein Auffahrunfall droht.
  • Ist die Fahrbahn frei, konsequent bremsen, hupen und abblenden, damit das Wild einen Fluchtweg finden kann.
  • Machen Sie kein unkontrolliertes und plötzliches Ausweichmanöver. Sie könnten gegen einen Baum prallen oder in den Gegenverkehr geraten. Fahren Sie geradeaus in Richtung des Tieres.

Tipps für sicheres Fahren

So kommen Sie sicher ans Ziel:

  • Fahren Sie immer mit Licht. Sie sehen und werden so besser gesehen.
  • Fahren Sie vorausschauend. Andere Verkehrsteilnehmer könnten Sie übersehen.
  • Seien Sie stets bremsbereit. Bei einer Notbremsung auf gerader Strecke gilt: hinten voll, vorne mit Gefühl. Mit ABS auch vorne voll.
  • Bremsen Sie in Kurven und bei Nässe besonders gefühlvoll.
  • Bestehen Sie nicht um jeden Preis auf Ihr Vorfahrtsrecht.
  • Fahren Sie nicht im toten Winkel anderer Fahrzeuge.
  • Kündigen Sie Überholmanöver früh und deutlich an.
  • Überholen Sie nicht in Kurven, an Bergkuppen oder anderen unübersichtlichen Stellen.
  • Schneiden Sie keine Kurven.

Sicher bei Nebel

Zu geringer Sicherheitsabstand bei zu hohem Tempo ist die Hauptursache für Unfälle bei Nebel:

  • Reduzieren Sie bei Auftauchen einer Nebelwand das Tempo drastisch.
  • Passen Sie die Geschwindigkeit sofort der Sichtweite an.
  • Achten Sie darauf nicht zu schlagartig zu bremsen. Sie könnten Ihnen folgende Fahrzeuge gefährden.
  • Sehen Sie nur 50 Meter weit, dürfen Sie nach dem Gesetz höchstens 50 km/h fahren. Dabei können Sie gut die alle 50 Meter stehenden Leitpfosten als Orientierungshilfe verwenden.
  • Vergrößern Sie bei Nebel den Sicherheitsabstand. Nur so bringen Sie bei plötzlichen Bremsmanövern des vorausfahrenden Ihr Auto noch rechtzeitig zum Stehen.
  • Schalten Sie bei den ersten Nebelschwaden das Fahrlicht ein, um besser sehen zu können und um besser gesehen zu werden.
  • Achten Sie besonders im Herbst auf funktionierende und saubere Scheinwerfer und Heckleuchten.
  • Die Nebelschlussleuchte darf nur eingeschaltet werden, wenn bei Nebel die Sichtweite unter 50 Metern liegt. Schalten Sie sie wegen der starken Blendwirkung auf nebelfreien Abschnitten oder bei größeren Sichtweiten sofort wieder aus.
  • Reinigen Sie die Frontscheibe von innen. Der Schmutzfilm dort führt zu tückischen Lichtstreuungen und verschlechtert die Sicht bei Nebel weiter.

Eisglätte

Unfälle ereignen sich auf spiegelglatten Fahrbahnen schnell. Wir haben ein paar Verhaltensregeln zusammengestellt, damit Sie sicher ans Ziel kommen.

  • Blitzeis: Suchen Sie eine Möglichkeit, Ihr Auto am Fahrbahnrand abzustellen und auf den Streudienst zu warten.
  • Können Sie auf eine Weiterfahrt nicht verzichten, fahren Sie sehr vorsichtig und vorausschauend weiter. Fahren Sie langsam, bremsen Sie frühzeitig und wohldosiert und halten Sie ausreichend Sicherheitsabstand.
  • Überholen Sie Räumfahrzeuge auf Autobahnen und Landstraßen nach Möglichkeit nicht.
  • Genügend Abstand zu den Räumfahrzeugen halten, das Splitt-Salzgemisch der Streumaschinen wird mit hoher Geschwindigkeit auf die Fahrbahn geschleudert und könnte bei zu dichtem Auffahren den Lack oder die Windschutzscheibe beschädigen.

Fallen im Winter

Im Winter können sonst harmlose Stellen zu heimtückischen Fallen werden. Viele Autofahrer sind sich dessen oft gar nicht bewusst.

  • Auf Straßenkuppen oder in -mulden entsteht durch den Wechsel des Kleinklimas überraschend Glatteis.
  • Von dicht am Straßenrand stehenden Bäumen tropft tagsüber Tauwasser und verwandelt die Straßen abends in Rutschbahnen.
  • In überhöhten Kurven bilden sich tagsüber durch Schneeräumungen, die am Fahrbahnrand zurückbleiben, feine Wasserrinnsale, die quer über die Straße laufen und abends zu Eisflächen gefrieren.
  • An Brückenbauwerken bzw. Überführungen jeglicher Art entstehen Glatteisstellen, obwohl weite Streckenabschnitte völlig eisfrei sind.
  • Unter dichten und harmlos wirkenden Schneedecken verstecken sich oft Eisplatten oder glatte Fahrbahnabschnitte.
  • Durch feinen Nieselregen oder Nebel kann in Verbindung mit niedrigen Temperaturen Blitzeis entstehen.

Bergtouren im Winter

Wer öfter mit dem Auto in den Bergen unterwegs ist, weiß, die vielen kurvigen und steilen Straßen verlangen einiges an fahrerischem Können. Speziell, wenn im Winter Schnee liegt.

  • Fahren Sie zügig! Rechtzeitiges Schalten vor Steigungen erleichtert die Auffahrt.
  • Nutzen Sie bergab den Motor als Bremse. Legen Sie dazu einen kleinen Gang ein.
  • Vermeiden Sie es dauernd zu bremsen, dies führt zur Überhitzung der Bremsen und im äußersten Fall zu Bremsversagen.
  • Schalten Sie vor Kurven frühzeitig herunter und bremsen Sie.
  • Beschleunigen Sie beim Verlassen der Kurve nur gefühlvoll, da das Auto je nach Antriebsform auf einer rutschigen Fahrbahn über- oder untersteuern kann.
  • Fahrzeuge mit Frontantrieb sind im Winter von Vorteil, solange der Kofferraum nicht zu voll beladen ist, denn mit steigendem Gewicht wird die Vorderachse entlastet. Bei Fahrzeugen mit Heckantrieb ist das Beladen des Kofferraums sehr sinnvoll, da hier die Antriebachse besser belastet wird.
  • Halten oder parken Sie nicht an vereisten oder verschneiten Steigungen.
  • Der rutschige Untergrund kann zu durchdrehenden Reifen führen.
  • Legen Sie für den Notfall einen kleinen Eimer mit Streusplitt in Ihr Fahrzeug.
  • Vorsicht beim Parken: Benutzen Sie an einer Steigung die Handbremse nicht, wenn sie nicht unbedingt nötig ist. Sie kann einfrieren! Es ist besser, bergab in Fahrtrichtung den Rückwärtsgang bzw. bergauf den ersten Gang einzulegen.
  • Befreien Sie Ihr im Schnee eingesacktes Fahrzeug durch langsames und rhythmisches Schaukeln. Der Fahrer muss das Auto in Zentimeterarbeit gefühlvoll langsam hin- und herbewegen, damit die Reifen durch die verlängerte Spur die Möglichkeit bekommen, besser zu greifen. Streuen Sie zusätzlich Kies in die verlängte Spur, damit die Reifen noch besser zugreifen können.

Vorfahrt am Berg

So sehen die Regeln aus:

  • Wenn an einer engen Passage ein Fahrzeug entgegenkommt, heißt es einen kühlen Kopf zu bewahren: Soll man Platz machen und den anderen vorbeilassen oder weiterfahren?
  • In Deutschland gibt es für diese Situation keine gesetzliche Regelung. Es gilt jedoch der Grundsatz, dass auf Bergstraßen derjenige ausweichen und zurücksetzen muss, dem dies technisch leichter fällt. Oder der den kürzeren Weg zur Ausweichstelle hat.
  • Das heißt, diejenigen, die sich auf dem Weg nach unten befinden, müssen Rücksicht auf Entgegenkommende nehmen. Diesen fällt es schwerer, am Hang wieder anzufahren. Es gibt jedoch Ausnahmen von der Regel. Ist ein großer Lkw Richtung Tal unterwegs, sollten Pkw-Fahrer ihm fairerweise den Vortritt lassen. Ein so schweres Fahrzeug ist nicht einfach zu handhaben.

Versicherungstipp

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